Tiere Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/tag/tiere/ Für potenzielle Australienauswanderer (oder -einwanderer - je nach Perspektive) Wed, 25 Sep 2024 03:09:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://i0.wp.com/goaustraliatours.com/wp-content/uploads/2018/01/cropped-GoAustralia-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Tiere Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/tag/tiere/ 32 32 140197780 Dogland https://goaustraliatours.com/australien-land-der-hunde-dogland/ https://goaustraliatours.com/australien-land-der-hunde-dogland/#comments Wed, 25 Sep 2024 02:48:34 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=651 Australier lieben Hunde. Das Foto unten rechts, in einem ganz normalen Supermarkt aufgenommen, zeigt nicht etwa den Kühlbereich für verschiedene

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Australier lieben Hunde. Das Foto unten rechts, in einem ganz normalen Supermarkt aufgenommen, zeigt nicht etwa den Kühlbereich für verschiedene Wurstwaren, wie Aufschnitt etc., sondern ist ein Teil eines großen Bereichs für Hundefutter.

Australien hat weltweit den höchsten Anteil an Haustierbesitzern und erreicht während der Covid-Pandemie ein Rekordhoch

Der Besitz von Haustieren in Australien war bereits vor der COVID-19-Pandemie einer der höchsten in der Welt, erlebte aber seither einen neuen Boom. Derzeit (Stand November 2022) leben schätzungsweise 28,7 Millionen Haustiere in australischen Haushalten, gegenüber 20,5 Millionen im Jahr 2019 (+40 %!). Und der Anteil der Haushalte mit mindestens einem Haustier ist nach Angaben von Animal Medicines Australia von 61 % auf 68,7 % (+13 %) gestiegen.

In Australien gibt es etwa 18 % mehr Haustiere als Einwohner. Einige Leute beginnen jetzt sogar, Kamele als Haustiere zu halten.

Der Besitz von Hunden hat am meisten zugenommen.

Im Vergleich zu 2019 leben in australischen Haushalten jetzt über eine Million Hunde mehr, was etwa 6,375 Millionen Hunden entspricht. Fast fünfzig Prozent der Haushalte besitzen mindestens einen Hund, was beinahe einen Weltrekord darstellt12. 12. 37 % der Hunde in Australien wurden seit dem Ausbruch der Pandemie angeschafft.

Damit sind Hunde das häufigste Haustier in Australien. Auf 100 Menschen kommen etwa 22 Hunde. Wohlhabende Australier geben jedes Jahr mehr Geld für ihre Haustiere aus als das Land für Auslandshilfe.

Zum Vergleich: In Deutschland gibt es etwa 34,3 Millionen Haustiere (+3 % während der COVID-19-Pandemie), aber 82 Millionen Einwohner. Nach den 15,7 Millionen Katzen bilden die 10,5 Millionen Hunde die zweitgrößte Heimtiergruppe. Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es in Australien jedoch fast doppelt so viele Hunde wie in Deutschland.

Und das spürt man überall. Wenn man hier am Pazifik entlang geht, sieht man jede Menge Hundebesitzer, die mit Ihren Hunden jeglicher Art und Größe (Huskys/Schlittenhunde habe ich hier – bei 35 °C – auch schon gesehen) spazieren gehen. Die langen Hundeleinen verschiedener tollender Hunde können sich dann schon mal untereinander verheddern oder sich auch um die Beine von unbeteiligten Passanten schlingen, wenn der Hund einem anderen hinterherläuft.

Ebenfalls kann man in einer Wohngegend kaum an mehr als 3 Häusern vorbeigehen, ohne dass einen ein Hund hinter dem Gartenzaun anbellt (da in Australien nur wenige Leute zu Fuß irgendwo hingehen, ist der Hund das wahrscheinlich nicht gewohnt, wenn auf einmal ein fremder Mensch am Zaun vorbeigeht).

Foto: Bestattungsunternehmen für Hunde
Bestattungsunternehmen für Hunde

Die meisten Kommunen verlangen inzwischen von Hundebesitzern, dass sie den Hundekot auf öffentlichen Plätzen entfernen und entsorgen. Einige Kommunen schreiben ebenfalls vor, dass Hundebesitzer ein geeignetes Behältnis (z. B. einen Beutel – Poopbag –  oder eine Schaufel) mit sich führen, um Hundekot zu entfernen, wenn sie mit ihrem Hund ausgehen. Bei Nichtbeachtung kann eine Strafe von bis zu AUD 500 verhängt werden. Und die Australier halten sich auch daran. Trotz der vielen Hunde braucht man nur wenig Bedenken haben, in herumliegenden Hundekot zu treten. Man denke da mal an Berlin …

Auch geschäftlich sind die Australier auf den Hund gekommen. Es gibt jede Menge Tierhandlungen und Geschäfte mit mehr oder weniger sinnvollen Hundeartikeln. Es lohnt sich schon ein Mal, in solch ein Geschäft hineinzugehen. Man wird sich wundern. Und was bei uns im Supermarkt eine kleine Ecke einnimmt, das füllt hier eine ganze Regalreihe. Selbst bei Aldi gibt es im Kühlbereich große Flächen mit Hundewurst. Ich hatte das erste Mal gar nicht realisiert, dass es Tierfutter war. Es sah aus, wie z.B. Mortadella Wurst für die Gastronomie…

Die australischen Haushalte habe im Jahr 2022 schätzungsweise über 33 Milliarden Dollar für Dienstleistungen und Produkte für Haustiere ausgegeben, wobei 51 % aller Ausgaben auf Futter entfallen, gefolgt von tierärztlichen Dienstleistungen mit 14 %. Hundebesitzer geben mit schätzungsweise durchschnittlich 3218 $ pro Tier und Jahr am meisten aus.3

Verblüffend sind auch die verschiedenen Geschäftsideen rund um den Hund. Z.B. bieten verschiedene Autowaschgeschäfte parallel zur Autowäsche die Hundewäsche an. Beides wird per Hand gemacht. Und in der Zwischenzeit kann man sich die Wartezeit im hauseigenen Café bei einer Tasse Cappuccino vertreiben.

Mobile Hundewäsche
Mobile Hundewäsche
Foto einer Hundewaschanlage zusammen mit einer Autowaschanlage
Hundewaschanlage zusammen mit einer Autowaschanlage

Auch ist die mobile Hundewäsche sehr beliebt. Dafür kommt die Hundewaschanlage vor die Haustür und hat alles dabei. Die Hunde freuen sich schon oft darauf.

Was für ein Hundeleben in Australien ….

  1. World Population Review, Dog Ownership by Country ↩
  2. World Animal Foundation, Pet Ownership Statistics 2024 ↩
  3. Animal Medicines Australia, “A national survey of pets and people↩

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Magpies – It‘s swooping time https://goaustraliatours.com/magpies-its-swooping-time/ https://goaustraliatours.com/magpies-its-swooping-time/#respond Thu, 01 Nov 2018 00:21:25 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1518 In der Brutsaison zwischen August und Oktober hört man immer wieder von Angriffen der australischen Magpies - muss man davor Angst haben?

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Zwischen August und Oktober habe ich mich immer gewundert, warum hier in Australien Radfahrer mit Kabelbindern herumfahren, die aus ihren Radhelmen herausragen. Auch habe ich schon Leute mit einem Pappkarton auf dem Kopf gesehen, während sie sich mit ihrem Fahrrad fortbewegten.

Die Lösung ist: It‘s swooping time

Magpies verteidigen ihre Brut

Während der Brutsaison des Magpies (eine Art australischer Elster) von August bis Oktober greift dieser nämlich in der Nähe seines Nestes vermeintliche Eindringlinge rücksichtslos an (swooping). Swooping bedeutet übersetzt: herabstoßen oder herabschießen. Und genau das machen die Magpies, meist im wahrsten Sinne des Wortes „aus heiterem Himmel“. Es sind die männlichen Vögel, die angreifen. Sie wollen ihre Brut verteidigen, einen dabei in der Regel jedoch nur warnen.

Dabei erscheint er relativ feige, da er bevorzugt von hinten und ohne Vorwarnung den Kopf attackiert. Blickkontakt mit dem Vogel soll einen Angriff verhindern. Doch wer schaut schon dauernd nach hinten, vor allem ist dann, was vorher vorne war, jetzt hinten … Man kann daher in Australien auch Hüte und Baseballmützen kaufen, die hinten ein paar Augen draufgemalt haben.

Unnötige Ängste

In der Brutsaison berichten die Boulevardmedien regelmäßig über echte und vermeintliche Angriffe und benutzen Begriffe wie „Killer Magpies“ etc.. Damit werden unnötig Ängste geschürt. Obwohl die Magpies in sehr seltenen Fällen mit ihren Krallen beim „Swoopen“ auch mal Menschen verletzen, so passiert jedoch in der Regel nichts. Meist erschreckt man nur, wenn auf einmal ein Vogel von hinten so über den Kopf rauscht, dass die Haare berührt werden. Man verletzt sich eher, wenn man dabei in Panik gerät und dann z.B. stolpert oder mit dem Fahrrad einen Unfall hat.

Photo of Magpie
Magpie
Einfach in der Brutsaison den Magpies aus dem Weg gehen

Nur 10 % der Magpies greifen an und dann auch nicht immer und auch nicht jeden. Meist merken sie sich, wenn man keine Bedrohung darstellt und lassen einen dann auch in Ruhe. Und das auch die kommenden Jahre, da die Vögel sich anscheinend sehr gut Personen merken können und auch immer wieder an der gleichen Stelle brüten. In unserer Nachbarschaft haben wir uns mit Magpies angefreundet. Sie kommen sogar mit ihrem Nachwuchs sehr nahe und hoffen, dass man ihnen etwas zu fressen gibt.

Ich selbst wurde allerdings auch schon auf meinem Fahrrad von Magpies attackiert, doch habe ich das kaum gemerkt. Es ist eher einfach eine Unannehmlichkeit. Wenn man vor diesen Angriffen Angst hat, so sollte man nach Möglichkeit Gegenden meiden, in den die Magpies gerade brüten. Und nach der Brutzeit hat man seine Ruhe.

Die „Australian Bird Study Association“ hat auf ihrer Internetseite auch eine „Swooping Magpie Attack Map“, auf der man nachlesen kann, wo die meisten und letzten berichteten Angriffe waren. Diese Orte kann dann meiden. Ich habs jedoch noch nicht gebraucht.

Häufig sieht man auch Schilder, die in Bereichen aufgestellt sind, in denen die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass Magpies ihre Brut mit Angriffen verteidigen. Solche Schilder sollte man dann schon beachten.

Photo: Swooping bird alert
Warnschild in Brisbane (Southbank)

Die „Australian Bird Study Association“ hat auch Verhaltenshinweise veröffentlicht, die helfen können, einen Angriff zu verhindern und zu vermeiden.

Wer mehr über Magpies lesen möchte, dem sei das Buch von Prof. Gisela Kaplan zu empfehlen: „Australian Magpie, Biology and Behaviour of an Unusual Songbird”.

Und hier ist ein interessantes Programm von einem Magpie-Experten (auf Englisch):

Also, keine Angst haben.

„Magpies kommen wahrscheinlich an 150. oder 200. Stelle in Bezug auf die Gefahr aus der Tierwelt, es ist so unbedeutend, dass es lächerlich ist“ Prof. Gisela Kaplan

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