Gelassenheit Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/tag/gelassenheit/ Für potenzielle Australienauswanderer (oder -einwanderer - je nach Perspektive) Fri, 02 Jul 2021 03:50:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://i0.wp.com/goaustraliatours.com/wp-content/uploads/2018/01/cropped-GoAustralia-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Gelassenheit Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/tag/gelassenheit/ 32 32 140197780 Straßenverkehr – australische Gelassenheit https://goaustraliatours.com/strassenverkehr-australisch-gelassenheit/ https://goaustraliatours.com/strassenverkehr-australisch-gelassenheit/#respond Wed, 28 Feb 2018 04:44:09 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=817 Der Straßenverkehr in Ballungsräumen Australiens unterscheidet sich kaum von anderen Ländern. Die Gelassenheit beim Autofahren jedoch schon.

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Australier beschreiben sich gerne selbst u.a. als “easy-going”, was so viel wie “unbekümmert”, “bequem”, “lässig”, “unbeschwert”, “leichtlebig” oder auch “gelassen” bedeutet. Darüber kann man sicherlich diskutieren, was ich zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich auch tun werde.

Die Hupe bleibt meist ungenutzt

In Bezug auf den Straßenverkehr trifft das sicherlich zu. Auch wenn hier in den Ballungsräumen die Staus ebenfalls  regelmäßig kilometerlangen sind (und hier unterscheidet sich z.B. Brisbane nicht von München), so sind Australier wesentlich geduldiger und entspannter beim Autofahren. Die Hupe, welche in südeuropäischen Ländern zum Standardrepertoire eines jeden Autofahrers gehört, fristet hier das Dasein eines nahezu unbenutzten Autozubehörs. Nur der Airbag wird sicherlich weniger benutzt.

Geduldig an der Ampel
Kangaroo - easy going
Echte Australier sind “easy-going”

Ich habe es schon ein paarmal erlebt, dass eine Ampel auf Grün umsprang und der erste Fahrer nicht losfuhr. Das ist an sich ja nichts Besonderes, doch es passierte – nichts. Kein Autofahrer hinter dem ersten Auto fing an zu hupen oder wurde sonst wie aggressiv. Einmal warteten alle so lange, bis die Ampel wieder rot wurde – und keiner erregte sich (auf jeden Fall ließ es sich keiner anmerken). Da muss man sich einfach mal vorstellen, wie es einem in einer deutschen, italienischen oder französischen Großstadt gehen würde.

Wenn wir auf unserem Balkon sitzen, sehen wir auf einer Brücke in der Nähe zwar viele Autos, doch hören wir sie fast nicht. Keiner hupt und (fast) alle fahren sehr gesittet und langsam (Ausnahmen bilden Hoons). Zwar gilt auf den meisten Ortsstraßen Tempo 60, doch überschreiten die Autofahrer das nur in wenigen Fällen merklich. Wenn ich meinen Geschwindigkeitsregler auf die gerade vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einstelle, werde ich nur selten überholt und dann auch nur von Fahrzeugen, die nur geringfügig schneller sind.

Dichtes Auffahren

Das einzige etwas Störende ist, dass Australier gerne dicht auffahren. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie überholen wollen. Auf Autobahnen, auf denen man hier übrigens rechts und links überholen darf, fahren oft Autofahrer mit wenigen Metern Abstand hinter einem, obwohl die Fahrbahn auf beiden Seiten zum Überholen genug Platz bietet. Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt übrigens 110 km/h, was sicherlich ebenfalls zu einem entspannteren Fahren beiträgt.

Sportlich ausgelegte Autos, die hohe Geschwindigkeiten erreichen, sind hier eher sinnlos.

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Freundlichkeit https://goaustraliatours.com/freundlichkeit/ https://goaustraliatours.com/freundlichkeit/#respond Mon, 15 Jan 2018 01:23:57 +0000 http://goaustraliatours.com/?p=501 Die Freundlichkeit von Australier(inne)n fällt einem täglich auf. Überall wird man freundlich begrüßt oder hat ein paar nette Worte übrig.

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Freundlichkeit schon bei der Ankunft in Australien

Als Europäer und vielleicht mehr noch als Deutscher wird einem sicherlich die Freundlichkeit der Australier schon bei der Ankunft am Flughafen auffallen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grenzschutzbehörde und des Zolls haben immer ein paar freundliche Worte und auch einmal ein bisschen Smalltalk bereit. Ich fand das immer sehr positiv, zumal man nach 19 Stunden Flugzeit und langer Warterei in der Schlange doch selbst nicht gerade hyperentspannt ist (es sei denn vielleicht, man ist Business oder First Class geflogen).

Bei der Rückkehr nach Deutschland habe ich die Pässe kontrollierenden Zollbeamten selten als herausragend freundlich empfunden. Zumindest gibt es in Deutschland kaum Zollkontrollen.

Australien ist das einzige Land, das ich kenne, welches das Gepäck auch bei Ankunft durchleuchtet. Die Einfuhrbestimmungen sind sehr strikt, insbesondere in Bezug auf alle Dinge, die “kontaminiert” sein können, wie Lebensmittel, Pflanzen oder auch dreckige Schuhe etc. Aber auch hier gilt, dass es in der Regel kein Problem gibt, wenn man einfach die Zollbeamten um Rat fragt, wenn man sich unsicher ist. Soweit es möglich ist, versuchen diese immer zu helfen, wobei sie korrekt bleiben aber auch verbindlich freundlich sind.

Immer ein paar nette Worte in Geschäften

In Geschäften wird man eigentlich immer (natürlich gibt es auch in Australien Ausnahmen) gleich angesprochen. Das beginnt mit dem obligatorischen Gruß “How are you today”, der sicherlich zwar eine Phrase ist, wie bei uns “Guten Tag”, doch bei der sich trotzdem manchmal ein wenig Smalltalk entwickelt, wenn man z.B. antwortet, dass einem die Hitze zusetzt oder sogar einen Hinweis gibt, das man eine Erkältung hat. In der Regel antwortet man jedoch etwas wie “good and how are you”. Dann wird man gefragt, ob man irgendwie helfen könne, und wenn man antwortet, dass man nur einmal herumschauen möchte, ist das kein Problem. Wenn man den/die Verkäuferin bräuchte, solle man nur Bescheid geben.

Das empfinde ich als angenehme Aufmerksamkeit und nicht so gekünstelt, wie häufig in den USA. Und das gilt nicht nur für ländliche Gebiete, sondern auch in Großstädten.

Auch im gestressten vorweihnachtlichen Kaufrausch waren die Verkäufer/innen aber auch die Kunden immer freundlich.

Auch ein Lächeln auf der Straße

Ebenfalls außerhalb von Geschäften fällt einem die Freundlichkeit auf. Wildfremde Menschen grüßen ein, wenn man kleine Straßen in Wohngebieten entlanggeht, oder lächeln einen an, wenn man selbst freundlich schaut. Und das gilt auch hier sowohl für Ballungsräume als auch für Kleinstädte. In Deutschland habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Menschen in Kleinstädten in der Regel auch freundlicher als in Großstädten sind.

In Australien braucht man auch als “Ausländer” keine Scheu haben (da ja eigentlich alle bis auf die Ureinwohner mehr oder weniger Ausländer sind). Ich habe z.B. noch nie eine negative Bemerkung bzgl. meines deutschen Akzents gehört. Überall wird einem gerne geholfen, wenn man nur fragt. Grummeligkeit (wie z.B. in Bayern nicht gerade selten) wird man hier kaum finden.

Meine Theorie ist, dass sicherlich das meist sonnige und warme Wetter nicht gerade wenig zu der Freundlichkeit der Australier beiträgt.

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