Verkehr Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/category/leben-in-australien/verkehr/ Für potenzielle Australienauswanderer (oder -einwanderer - je nach Perspektive) Mon, 27 Mar 2023 06:19:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://i0.wp.com/goaustraliatours.com/wp-content/uploads/2018/01/cropped-GoAustralia-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Verkehr Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/category/leben-in-australien/verkehr/ 32 32 140197780 Und plötzlich war da ein Kreisverkehr … https://goaustraliatours.com/kreisverkehr/ https://goaustraliatours.com/kreisverkehr/#respond Sun, 19 Mar 2023 03:14:49 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=4166 Kreisverkehr in Australien, nicht für jeden leicht. Erfahren Sie mehr über die richtige Spurwahl, Blinkverhalten und umgefahrene Schilder.

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Wenn man zu uns möchte und auf der Verbindungsstraße von der Autobahn kommt, muss man vorher um 6 Kreisverkehre herumfahren. Kreisverkehre sind wie das Karussell auf dem Spielplatz, nur für Autos! Anstatt sich im Kreis zu drehen, dreht man sich auf einer kreisförmigen Straße um eine Insel in der Mitte des Kreisverkehrs. Es ist wie eine Runde im Kreisverkehr-Roulette, bei dem man darauf wettet, dass man sicher durch den Kreisverkehr kommt, ohne von einem anderen Auto getroffen zu werden.

Wie in vielen Ländern der Welt, werden Kreisverkehre bei den Verkehrsplanern auch in Australien immer beliebter, da sie gegenüber herkömmlichen Kreuzungen einige Vorteile haben (sollen):

Kreisverkehre: Runde Sache für den Verkehrsfluss

  1. Verkehrsfluss: Kreisverkehre sind wie ein gut geöltes Uhrwerk, sie halten den Verkehr fließend und reduzieren Staus.
  2. Sicherheit: Kreisverkehre reduzieren generell das Risiko von Unfällen, da sie alle Verkehrsteilnehmer dazu zwingen, langsamer und vorsichtiger zu fahren.
  3. Energieeffizienz: Kreisverkehre sind die Umweltschützer der Straße. Sie reduzieren den Treibstoffverbrauch und halten die Luft sauber, indem sie das ständige Stop-and-Go reduzieren.
  4. Geringere Betriebskosten: Kreisverkehre sind nicht nur gut für den Verkehr, sondern auch für den Geldbeutel. Sie benötigen weniger Wartung und Betriebskosten als herkömmliche Kreuzungen. Und welcher Verkehrsplaner möchte nicht gerne ein paar Dollar sparen?

Warum manchmal die Runde auch die falsche Wahl ist

Obwohl Kreisverkehre oft als die bessere Wahl im Vergleich zu herkömmlichen Kreuzungen angesehen werden, gibt es auch einige potenzielle Nachteile:

  1. Platzbedarf: Kreisverkehre benötigen mehr Fläche und können in engen städtischen Gebieten problematisch sein.
  2. Komplexität: Kreisverkehre sind wie eine Prüfung in Fahrschule, die man bestehen muss. Einige Verkehrsteilnehmer haben Schwierigkeiten, sie zu navigieren, besonders ältere Fahrer oder diejenigen, die es nicht gewohnt sind, sie zu benutzen.
  3. Kosten: Der Bau eines Kreisverkehrs ist teurer als der Bau einer herkömmlichen Kreuzung. Das ist vielleicht der Grund, warum einige Länder immer noch an ihren alten Kreuzungen festhalten, die aussehen, als wären sie aus dem Mittelalter.
  4. Verwirrung: Kreisverkehre können ausländische Fahrer oder Touristen verwirren (aber auch Einheimische), die nicht mit den unterschiedlichen Regeln für die Verwendung von Kreisverkehren vertraut sind.

Kreisverkehre verringern die Geschwindigkeit – manchmal abrupt

Okay, die Theorie klingt ja ganz gut: Kreisverkehre sollen das Risiko von Unfällen reduzieren. Aber ich frage mich, ob das jemand den Hoons in Australien erklären kann. Denn in den Nächten auf Samstag und Sonntag wird es wild und verrückt auf den Straßen, und diese verhinderten Rennfahrer haben nur ein Ziel: ihre modifizierten Autos aufzumotzen und durch die Gegend zu rasen. Und das geht auf breiten Straßen auch super, solange diese verdammten Kreisverkehre nicht wären…

Nach jedem Wochenende sind mindestens ein paar Verkehrsschilder in den sechs Kreisverkehren auf unserer Einfallstraße von der Autobahn platt wie eine Flunder. Die Stadtverwaltung stellt sie dann in der folgenden Woche wieder auf, aber am nächsten Wochenende geht der Wahnsinn von vorne los. Wahrscheinlich geben die Hoons dann später sogar damit an, wenn plötzlich aus dem Dunkeln ein Kreisverkehr auftaucht und ihre bespoilerten und röhrenden Fahrzeuge auf einmal abrupt passiv abgebremst werden.

Kreisverkehre: Verwirrung um Vorfahrt und Spurwahl

Nicht nur in den Hoon-Nächten gibt es Probleme rund um Kreisverkehre. Viele Leute scheinen beim Fahren in Kreisverkehren nicht so genau zu wissen, wer Vorfahrt hat oder welche Spur man nehmen sollte – und oft vergessen sie zu blinken. Diese Verwirrung nimmt mit der Größe und Komplexität des Kreisverkehrs zu, insbesondere wenn mehr als eine Fahrspur in dieselbe Richtung führt.

Dabei sind die Regeln, die man in einem Kreisverkehr in Australien befolgen muss, eigentlich ganz einfach:

Regeln im Kreisverkehr

Die wohl wichtigste Regel ist, dass Sie den Fahrzeugen, die sich bereits im Kreisverkehr befinden, immer Vorfahrt gewähren müssen. Außerdem sollten Sie nur einfahren, wenn eine ausreichende und sichere Lücke im Verkehr vorhanden ist, und natürlich immer im Uhrzeigersinn um die Insel fahren

Wenn die Fahrspuren, die auf den Kreisverkehr zuführen, mit Pfeilen markiert sind, muss man deren Richtung folgen.

Wenn man vorhat, links abzubiegen:

  • Nähern Sie sich dem Kreisverkehr auf der linken Spur oder in der linken Fahrspur.
  • Blinken Sie links, wenn Sie sich dem Kreisverkehr nähern.
  • Blinken Sie weiter nach links, wenn Sie den Kreisverkehr verlassen.
  • Schalten Sie den Blinker aus, nachdem Sie den Kreisverkehr verlassen haben.

Wenn man in einem Kreisverkehr geradeaus fahren will:

  • Fahren Sie ohne zu blinken heran.
  • Blinken Sie jedoch bei der Ausfahrt nach links, wenn dies angebracht ist.
  • Schalten Sie den Blinker aus, wenn Sie aus dem Kreisverkehr herausgefahren sind.

Zum Rechtsabbiegen:

  • Nähern Sie sich dem Kreisverkehr auf der rechten Spur oder in der rechten Fahrspur.
  • Blinken Sie nach rechts, wenn Sie sich dem Kreisverkehr nähern.
  • Blinken Sie weiter nach rechts, bis Sie bereit sind, den Kreisverkehr zu verlassen.
  • Blinken Sie vor dem Verlassen des Kreisverkehrs nach links.
  • Schalten Sie den Blinker aus, nachdem Sie den Kreisverkehr verlassen haben.

Allerdings sehen wir täglich, dass Leute auf der linken Spur in den Kreisverkehr einfahren und dann nach rechts abbiegen. Oder sie blinken nach rechts, biegen aber links ab oder fahren geradeaus. Und sehr oft wird bei der Einfahrt in den Kreisverkehr überhaupt nicht auf die Fahrzeuge im Kreisverkehr geachtet, die Vorfahrt haben. Grundsätzlich muss man immer in Kreisverkehren vorsichtig und defensiv fahren.

Falls Sie sich jemals fragen, warum es “Kreis”-verkehr heißt, und nicht “Viereck”-verkehr oder “Hexagon”-verkehr – jetzt wissen Sie es: Es geht darum, im Uhrzeigersinn um die Insel zu fahren und nicht etwa wild herumzugeometrisieren.

Und wenn Sie sich wirklich unsicher sind, welche Richtung Sie im Kreisverkehr einschlagen sollen, nehmen Sie einfach die Ausfahrt zurück nach Hause und versuchen es morgen nochmal.

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Kraftstoffverbrauch und Kraftstoffpreis – große Autos https://goaustraliatours.com/kraftstoffverbrauch-preise-grosse-autos/ https://goaustraliatours.com/kraftstoffverbrauch-preise-grosse-autos/#respond Sun, 04 Jul 2021 02:58:55 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=3754 Der Kraftstoffverbrauch von PKW in Australien liegt über dem weltweiten Durchschnitt, aufgrund größerer und weniger effizienter Fahrzeuge.

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Wenn man mehr Zeit in Australien verbringt als nur einen Kurzurlaub oder eine Geschäftsreise, werden man vielleicht feststellen, dass der Kraftstoffpreis in Australien im Vergleich zu den meisten Ländern der Welt sehr niedrig ist und viele große Autos auf australischen Straßen unterwegs sind. Vor allem die allgegenwärtige “Ute“. Darüber hinaus ist eine „Hoon-Kultur“ von „Auto-Enthusiasten“ sehr ausgeprägt. Hat das alles Auswirkungen auf den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch. Ich wollte es herausfinden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat 2019 einen Bericht veröffentlicht, der sich unter anderem dieser Frage widmet („Fuel Economy in Major Car Markets: Technology and Policy Drivers 2005-2017“). Dieser Bericht untersucht den Kraftstoffverbrauch von neu zugelassenen leichten Kraftfahzeugen (light-duty vehicles – LDV) weltweit von 2005 bis 2017. LDVs sind eine Kategorie, die als Pkw und leichte Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen definiert ist. Zur besseren Lesbarkeit verwende ich den Begriff ‘PKW’ für LDV.

Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch weltweit mit am höchsten

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch zwischen den untersuchten Ländern unterscheidet sich stark und liegt zwischen 5,2 l/100 km und 8,9 l/100 km. Ein großer Unterschied ist zu sehen zwischen

  • fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einem Kraftstoffpreis unter USD 1/l –
    Australien, Kanada und die USA, mit einem Kraftstoffverbrauch im Bereich von 7,9 bis 9 l/100 km liegt

und

  • fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen über 1 USD/l –
    Europäische Union, Türkei, Japan und Korea, mit einem Kraftstoffverbrauch pro Kilometer zwischen 5,2 und 6,5 l/100 km.
Tabelle: LDV-Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugeigenschaften nach Land, 2017
LDV-Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugeigenschaften nach Land, 2017
Quelle: IEA-Analyse basierend auf der IHS Markit-Datenbank (IHS Markit, 2018).

Australien verbraucht weit mehr als der weltweite Durchschnitt, was auf größere und daher weniger effiziente Fahrzeuge zurückzuführen ist.

Australien hatte 2017 einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 7,9 Liter/100 km, während z.B. Deutschland bei 5,9 l, Italien bei 5,2 l und die USA bei 8,6 l/100 km lag. Das bedeutet, dass australische PKWs pro 100 km rund 52 % mehr Kraftstoff verbrauchen als PKWs in Italien und 34 % mehr als in Deutschland.

Grafik: Kraftstoffverbrauch im Verhältnis zum BIP und Kraftstoffpreis (2016) für ausgewählte Länder, 2017
Kraftstoffverbrauch im Verhältnis zum BIP und Kraftstoffpreis (2016) für ausgewählte Länder, 2017
Quelle: IEA-Analyse basierend auf der IHS Markit-Datenbank (IHS Markit, 2018); Weltbank (2018) für das Pro-Kopf-BIP (2017) für Kraftstoffpreise

Schwerere und größere Fahrzeuge

Fortgeschrittene Länder mit relativ geringer Bevölkerungsdichte und niedrigen Kraftstoffpreisen haben einen größeren Anteil an SUV/Utes als andere fortgeschrittene Volkswirtschaften. Dies gilt insbesondere für Australien, wo 2017 etwa 30 % des Autoabsatzes große SUVs (wie z. B. Ford F-150, Toyota Hilux, BMW X5, Isuzu D-Max oder Audi Q7) waren. Kleine SUV/Utes (wie Toyota RAV4, Honda CR-V) hingegen machten 29 % aus. Dahingegen haben die Europäische Union, Japan und Korea mit viel höherer Bevölkerungsdichte und höheren Kraftstoffpreisen durchschnittlich kleinere Fahrzeuge. In Japan hatten große SUVs 2017 nur einen Marktanteil von 2 % und kleine SUV nur 9 %. In Deutschland, Frankreich, Korea und Großbritannien machten große SUVs weniger als 5 % des Pkw-Marktes aus.

Auch das Fahrzeuggewicht korreliert eng mit dem Kraftstoffverbrauch. 70 % der 2017 in Australien verkauften Neuwagen wogen mehr als 1,4 Tonnen. Damit gehört Australien zu den Märkten mit dem höchsten durchschnittlichen Fahrzeuggewicht der Welt. Im Gegensatz dazu wogen rund 70 % der Neuwagen in Frankreich und Italien weniger als 1 400 kg und waren damit die kraftstoffsparendsten unter den untersuchten Ländern.

Darüber hinaus stellte der Bericht fest, dass Stadtautos in der Europäischen Union 15 % effizienter sind als vergleichbare Autos in Australien. Generell lässt sich sagen, dass der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch in fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen über 1 USD/l effizienter ist als in Marktsegmenten ähnlicher Fahrzeuggrößen in Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen unter 1 USD/l.

Kraftstoffverbrauch sinkt langsamer

Zwischen 2010 und 2017 verbesserte sich der durchschnittliche Gesamtkraftstoffverbrauch in fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen über 1 USD/l um 15 % und in fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen unter 1 USD/l nur um 9,5 %.

Zwischen 2015 und 2017 verlangsamte sich die Verbesserungsrate des Kraftstoffverbrauchs jedoch weltweit auf 1,4 % pro Jahr. Und in fortgeschrittenen Volkswirtschaften sogar nur auf 0,2 % pro Jahr. Zu den wichtigsten Treibern der jüngsten Entwicklungen gehört der rapide Rückgang des Dieselabsatzes in mehreren großen Fahrzeugmärkten. Dies ist in Europa am bemerkenswertesten. 2017 waren weltweit 76 % der verkauften Neuwagen Benziner und knapp 17 % Diesel.

Auch die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach größeren Fahrzeugen ist ein wichtiger Faktor. Australien hat einen besonders hohen Marktanteil von SUVs sowie Utes und lag 2017 bei 60 %.

Verbindliche Kraftstoffverbrauchsnormen wirken sich aus

Die Verbesserungsrate des Kraftstoffverbrauchs war in Ländern nach Umsetzung von Kraftstoffverbrauchsstandards oder effizienzbasierten Kaufanreizen um fast 60 % höher als in Ländern ohne Standards und Anreize. Die höhere Rate spiegelt sich auch in dem höheren Marktanteil elektrifizierter Fahrzeuge (Hybride, Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge, batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge wider. Regulierte Länder sind unter anderem Kanada, China, die Europäische Union, Japan, Korea oder die Vereinigten Staaten. Wohingegen Australien keine Vorschriften hat, aber einige Anreize wie Brasilien, Chile, Malaysia, Südafrika, Thailand und die Türkei.‎

‎Kraftstoffsparende Technologie – Turboaufladung‎

‎Turbolader ermöglichen die Rückgewinnung von Energie aus Abgasen. Dadurch kann der Motor während des gesamten Antriebszyklus näher an seiner optimalen Effizienz arbeiten. Darüber hinaus können Fahrzeuge mit der gleichen Nennleistung mit geringerem Hubraum und geringerem Motorgewicht produziert werden, wodurch der Kraftstoffverbrauch weiter reduziert wird.‎

‎Dennoch ist die Verbreitung von Turboladern in Benzinmotoren in Australien geringer, wo der Hubraum nach wie vor viel größer ist als anderswo. Der geringere Anteil an Turbobenzinern in Australien könnte zum Teil auf generell niedrigere Kraftstoffoktanwerte zurückzuführen sein.‎

Elektrifizierung wird entscheidend sein‎

‎Die Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen wird von entscheidender Bedeutung sein, um sicherzustellen, dass der Kraftstoffverbrauch effektiv verbessert werden kann. Länder mit derzeit hohen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchswerten, wie Australien, könnten am meisten von der Elektrifizierung profitieren, da die Effizienz der elektrifizierten Fahrzeuge weniger von Größe und Gewicht abhängt.‎

‎Die Nutzung kraftstoffsparender elektrischer Antriebstechnologien (hybrid, plug-in-hybrid und batterieelektrisch) ist in Ländern mit Vorschriften und Anreizen höher als in Ländern ohne. Der Marktanteil bei elektrischen Antrieben erreichte 2017 nur 1,1 % in Australien, wo es keine Bundesvorschriften für den Kraftstoffverbrauch gibt, obwohl mehrere Bundesstaaten Anreize bis zu 4 % des Fahrzeugpreises bieten‎‎(Queensland Government, 2018; NSW Government, 2018‎‎).‎

‎Keine klare Politik ‎

‎Leider gibt es in Australien keine klare Politik in Bezug auf Elektrofahrzeuge (EVs). Ein Flickenteppich widersprüchlicher Vorschriften und Straßenbenutzungsgebühren zwischen Staaten und Territorien hemmt die Verbreitung von Elektrofahrzeugen.‎

Erst kürzlich hat der australische Minister für “Emissionsreduktion”, Angus Taylor, eine Politik ausgeschlossen, die anderswo zum Anreiz zum Kauf von Elektrofahrzeugen eingesetzt wird. Diese Maßnahmen könnten direkte Subventionen für Verbraucher umfassen oder ein Verbot des Verkaufs neuer Autos mit fossilen Brennstoffen ab 2030 oder 2035, wie in Deutschland, Großbritannien, Indien, Thailand und Japan zugesichert. Stattdessen gibt die australische Bundesregierung Milliarden Dollar für Subventionen für die riesigen Utes ‎‎aus, die den australischen Autoabsatz dominieren.‎

‎Allerdings ist ab Mai 2021 für Bewohner von Canberra, die Elektro- und andere emissionsfreie Fahrzeuge kaufen, automatisch die Zulassung für zwei Jahre frei. Das australische Hauptstadtterritorium verzichtet bereits auf die Steuer auf den Kauf von sauberen Autos. Weiterhin verspricht sie Haushalten und gemeinnützigen Organisationen zinslose Kredite von bis zu 15.000 Dollar für den Kauf von Elektrofahrzeugen.

‎Andererseits verabschiedete das viktorianische Parlament im Mai 2021 die erste Straßennutzungsgebühr des Landes – eine Steuer auf jeden gefahrenen Kilometer – für Elektrofahrzeuge und Hybride. Die Regierung argumentiert, dass sie eine neue Steuer auf Elektrofahrzeuge erheben musste, weil die Fahrer dieser Fahrzeuge ja keine Steuer auf Kraftstoff zahlen. Das macht ungefähr so viel Sinn wie die Besteuerung von Nikotinpflastern auf der Grundlage, dass diejenigen, die das Rauchen aufgeben, keine Tabaksteuer mehr zahlen.‎

‎Aber die Regierung von New South Wales hat gerade angekündigt, dass sie auf die Steuer auf den Kauf von Elektrofahrzeugen verzichten wird. Weiterhin wird sie Subventionen für 25.000 Neuanschaffungen gewähren. Dies sei Teil einer 490-Millionen-Dollar-Strategie, um die Nutzung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben.‎

Schlussfolgerung‎

‎Die australische Buschfeuersaison 2019/20 war ein enormes klimatisches Ereignis. Infolgedessen entstanden die größten Waldbrände, die Australien je gesehen hat. Gleichzeitig gehört Australien zu den Ländern der Welt mit dem höchsten durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch und den höchsten CO2-Emissionen pro km. Dies zu ändern bedeutet, die Zahl der Elektrofahrzeuge zu erhöhen. Eine Straßenbenutzungsgebühr für Elektrofahrzeuge sollte viele, viele Jahre nicht auf dem Plan sein. Nicht jetzt und nicht bevor Australien einen vernünftigen Markt für Elektrofahrzeuge und das richtige Maß an Angebot hat. Die Nutzung von Elektrofahrzeugen muss mehr gefördert werden.‎

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Avenuen, Boulevards und Paraden https://goaustraliatours.com/avenuen-boulevards-und-paraden/ https://goaustraliatours.com/avenuen-boulevards-und-paraden/#respond Thu, 13 Aug 2020 01:33:13 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=2860 Australien hat eine erstaunliche Anzahl von 148 Straßenarten, die häufig nicht dem tatsächlichen Straßentyp entsprechen - eine Übersicht

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Wenn man in Europa lebt, verrät die Straßenbezeichnung in der Regel etwas über Länge, Breite und Bewuchs der Straße.

Z.B. ist laut Wikipedia
Avenue “eine Bezeichnung für eine meist mit Bäumen bestandene breite Straße in Städten” und
Boulevard “eine breite von Bäumen flankierte und entlang einer ehemaligen Stadtmauer verlaufende Straße in Großstädten. Boulevards sind meist als Straßenring angelegt und umgeben folglich die ehemalige Kernstadt ringförmig. Die Bezeichnung Boulevard wird heute im weiteren Sinn für Prachtstraßen oder repräsentative Straßen jeglicher Art verwendet.”

Aber da Australien nun mal “Down Under” ist und somit weit entfernt von Europa, haben viele traditionelle Straßenbezeichnungen hier kaum irgendeine nachvollziehbare Bedeutung. Man findet jede Menge schmale Avenuen ohne irgendwelche Bäume oder Büsche oder auch kleine Boulevards die nur wenige hundert Meter lang sind.

Aber Australien wäre nicht Australien, wenn es nicht auch für die Straßenbezeichnungen einen Standard geben würde, nämlichen den australischen Standard 4819-2011 Appendix A ‘Road Types – Australia’ für ländliche und städtische Adressierung.  Die Norm legt Anforderungen und Richtlinien fest, unter anderem für die Benennung von Straßen. Diese Norm enthält eine Beschreibung der meisten in Australien verwendeten Straßentypen, obwohl sie von den lokalen Regierungen und einigen anderen Behörden nicht immer wirklich genau eingehalten wurde.

Unter Nutzung der überall vorkommenden Adressdatenbanken (die auf Informationen der australischen Post und der australischen Statistikbehörde basieren) habe ich eine Übersicht über die in Gebrauch befindlichen Bezeichnungen für Straßen und Wege erstellt.

Wenn verfügbar, habe ich auch die in der Norm 4819-2011 vorhandenen Beschreibung der Straßenbezeichnung angefügt wie auch die Abkürzungen. Ich bin dankbar für Hinweise und Verbesserungen.

Es gibt eine erstaunliche Anzahl von 148 verschiedenen Bezeichnungen und sicher habe ich auch nicht alle gefunden. Man bekommt das Gefühl, das man in Australien einfach eine große Variation von Namen haben möchte, die nur gut klingen, eben z.B. Avenue oder Boulevard ….

StraßentypAbkürzungBeschreibungDurchgangs-straßeSackgasseNur für Fußgänger
Access     
AlleyAllyNormalerweise schmale Fahrbahn in Städten, führt oft durch Stadtblöcke oder Plätze.xx 
Alleyway     
AmbleAmb    
ApproachAppStraße, die zu einem Gebiet von gemeinschaftlichem Interesse führt (z. B. öffentlicher Freiraum, Gewerbegebiet, Strand usw.)x  
ArcadeArcDurchgang mit gewölbtem Dach oder überdachtem Durchgang, insbesondere mit Geschäften an den Seitenx x
ArterialArt    
AvenueAvBreite Fahrbahn, normalerweise beidseitig mit Bäumen bepflanzt.x  
Barracks     
Basin     
BayBay    
Beach     
BendBend    
Block     
BoardwalkBwlkPromenade oder Pfad, insbesondere aus Holzplanken, für Fußgänger und manchmal Fahrzeuge entlang oder mit Blick auf einen Strand oder eine Uferpromenade.  x
BoulevardBvdBreite Fahrbahn, gut asphaltiert, meist mit Bäumen und Rasenflächen geschmücktx  
BowlBwl    
BraeBrae    
BreakBrkFahrzeugzugang auf einer geformten oder nicht geformten Oberfläche, die ursprünglich als Brandschutz vorbereitet wurde.x  
BypassBypaAlternative Fahrbahn, die den Durchgangsverkehr ermöglicht, um überlastete Bereiche oder andere Hindernisse zu vermeiden.x  
Centre     
ChaseCh 
Fahrbahn führt hinunter in ein Tal
xx 
CircleCcl    
CircuitCctFahrbahn, die einen Bereich umschließt.x  
CircusCcs    
CloseClKurze, eingeschlossene Straße. x 
CommonCom    
ConcoursConStraße, die um einen zentralen Bereich verläuft (z. B. öffentlicher Freiraum oder Gewerbegebiet).x  
CornerCnr    
CourseCrse    
CourtCtKurze, eingeschlossene Straße. x 
CoveCv    
Creek     
CrescentCrHalbmondförmige Durchgangsstraße, insbesondere dort, wo beide Enden dieselbe Durchgangsstraße verbindet.x  
CrestCrstFahrbahn entlang der Spitze oder des Gipfels eines Hügelsxx 
CrossCros    
CruisewayCry    
DaleDale    
DellDell    
DeneDene    
DivideDiv    
DomainDom    
DriveDrBreite Durchgangsstraße für einen stetigen Verkehrsfluss ohne viele Querstraßen.x  
Driveway     
EastEast    
EdgeEdg    
EntranceEntStraße, die andere Straßen verbindet.x  
EsplanandeEspEine ebene Straße, oft entlang des Meeres, des Sees oder eines Flusses.x  
ExtensionExtn    
FiretrailFtrlFahrzeugzugang auf einer geformten oder nicht geformten Oberfläche, die ursprünglich als Brandschutz vorbereitet wurde.x  
FlatsFlts    
FordFord    
FreewayFwyMehrspurige Autobahn mit eingeschränktem oder kontrolliertem Zugang.x  
GardenGdn    
GateGate    
GatewayGwy    
GladeGldeFahrbahn normalerweise in einem Tal von Bäumen.xx 
GlenGln    
GrangeGraStraße, die zu einem Landgut oder einer markanten Stelle, einem öffentlichen Freiraum, einem Einkaufsviertel usw. führt.x  
GreenGrn    
Ground     
GroveGrStraße, an der eine Gruppe von Bäumen zusammensteht.xx 
GullyGly    
HeathHth    
HeightsHts    
HighwayHwyHauptstraße oder Durchgangsstraße, eine Hauptstrecke.x  
HillHill    
HollowHlw    
HubHub    
IslandIsl    
JunctionJct    
KeyKey    
LaneLaneSchmaler Weg zwischen Mauern, Gebäuden oder einer engen Land- oder Stadtstraße.xx 
LanewayLwy    
LinkLink    
Lookout     
LoopLoopFahrbahn, die von der Hauptstraße abweicht und wieder in diese übergeht.x  
LowerLwr    
MallMallGeschützter Spazierweg, Promenade oder Einkaufsviertel.  x
MewMew    
MewsMewsGeschützter Spazierweg, Promenade oder Einkaufsviertel. x 
Motorway     
NookNook    
NorthNth    
OutlookOut    
Oval     
ParadePdeÖffentliche Promenade oder Straße mit guten Fußgängerwegen an der Seite.x  
Park     
ParkwayPwyFahrbahn durch Parklandschaften oder offene Grünlandflächen. x  
PassPS    
PassagePsgeSchmale Straße für Fußgänger.  x
PathPathFahrbahn nur für den Fußgängerverkehr genutzt.  x
PathwayPway    
Pier     
PlacePlKurze, manchmal schmale, eingeschlossene Straße. x 
PlazaPlzaFahrbahn, die die vier Seiten eines Gebiets umschließt, das einen Marktplatz oder einen offenen Raum bildet. x 
PocketPkt    
PointPt    
Port     
PromenadePromStraße wie eine Allee mit vielen Einrichtungen für die Öffentlichkeit, um einen gemütlichen Spaziergang zu machen, ein öffentlicher Ort zum Spazierengehen.x  
PursuitPur    
QuadrandPde    
QuaysQysFahrbahn, die zu einer Anlegstelle führt oder ins Wasser ragt.x  
Racecourse     
RampRampZufahrtsstraße zu und von Autobahnen.x  
ReachRch    
ReserveRes    
RestREST    
RetreatRttFahrbahn, die einen Ort der Abgeschiedenheit bildet. x 
ReturnRtn    
RideRide    
RidgeRdgeFahrbahn entlang der Spitze eines Hügels.x  
RiseRiseFahrbahn zu einem höheren Ort oder einer höheren Position.xx 
RisingRsg    
RoadRdOffene Fahrbahn vor allem für Fahrzeuge.x  
RoundRnd    
Rout     
RowRow    
RunRun    
SlopeSlo    
SouthSth    
SquareSqFahrbahn, die die vier Seiten eines Bereichs begrenzt, der als offener Raum oder als Gruppe von Gebäuden genutzt werden soll.xx 
Station     
StepsStpsRoute besteht hauptsächlich aus Stufen.  x
StreetStÖffentliche Straße in einer Stadt oder einem Stadtgebiet, insbesondere eine asphaltierte Straße mit Fußwegen und Gebäuden entlang einer oder beider Seiten.x  
StripStp    
SubwaySbwyUnterirdischer Durchgang oder Tunnel, den Fußgänger zum Unterqueren einer Straße, einer Eisenbahn, eines Flusses usw. verwenden.  x
TerraceTceFahrbahn in der Regel mit Häusern auf beiden Seiten über dem Straßenniveau angehoben.xx 
ThroughwayThru    
TollwayTwy    
TorTor    
TrackTrk 
Fahrbahn mit einer einzigen Fahrspuhr. Eine Straße durch eine natürliche Buschlandregion. Die Interpretation sowohl für Track als auch für Trail ist auf Straßen beschränkt, während diese in vielen Gebieten (z. B. Tasmanien) häufig eher mit Gehen als mit Fahrzeugbewegungen verbunden sind.
x  
TrailTrlSiehe ‘Track’.x  
TurnTurn    
UpperUpr    
ValleyVly    
ViewViewFahrbahn mit weitem Panoramablick über die Umgebung.xx 
Village     
VistaVstaFahrbahn mit Aussicht oder Ausblick.xx 
WalkWalkDurchgangsstraße mit eingeschränktem Zugang, die hauptsächlich von Fußgängern genutzt wird.  x
WalkwayWkwy    
WatersWtrs    
WaterwayWry    
WayWayStraße, die den Durchgang von einem Ort zum anderen ermöglicht. Normalerweise nicht so gerade wie eine Allee oder Straße.x  
WestWest    
WharfWharfEine Straße auf einem Kai oder Pier.xxx
WoodWd    
WyndWyd    
f

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P-Schild https://goaustraliatours.com/fuehrerschein-und-p-schild/ https://goaustraliatours.com/fuehrerschein-und-p-schild/#respond Sat, 11 Jul 2020 07:14:35 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=2720 Fahranfänger in Australien müssen ein P-Schild an ihren Fahrzeugen anbringen. Was ist der Grund dafür und trifft das in allen Bundesstaaten zu?

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Wenn Sie in Australien herumfahren, werden Sie möglicherweise viele Autos mit Schildern bemerken, die ein rotes oder grünes P oder ein gelbes L zeigen. Da die Fahrer dieser Autos normalerweise Fahranfänger sind und viele von denen nicht so fahren, wie man es vielleicht erwartet, könnte man denken, das P-Schild steht für “Proceed with caution” (mit Vorsicht weiterfahren).

Einschränkungen für Fahrer auf Probe

Das P-Schild (L-Schild) zeigt jedoch, dass der Fahrer einen vorläufigen Führerschein bzw. Führerschein auf Probe (oder eine Fahrerlaubnis als Lerner) besitzt und Einschränkungen unterliegt. Es zeigt auch anderen Fahrern an, dass man einen Fahrer mit wenig Erfahrung vor sich hat, und man das entsprechend berücksichtigen sollte.

In Wirklichkeit scheinen Fahrer mit dem leicht einprägsamen P-Schild einen schlechten Ruf haben. Ein Vorurteil ist, das man von einem P-Schild-Fahrer, erwartet, dass er sich auf irgendeine Art von Hooning einlässt. Andere Autofahrer versuchen gezielt, P-Schild-Fahrer zu verunsichern.

Da P-Schild-Fahrer mehr Einschränkungen unterliegen als andere Fahrer, erleichtert das Schild der Polizei, die Fahrer schneller zur erkennen und die Einschränkungen durchzusetzen.

Nur wenige andere Länder haben ein Kennzeichensystem, das die Fähigkeiten/Erfahrungen n der Fahrer anzeigt

Australien ist eines der wenigen Länder, in denen die Anbringung von P-Schildern (oder ähnlichen Schildern wie einer japanischen Shoshinsha-Marke für Fahranfänger) obligatorisch ist. Ein Fahranfänger besitzt hier einen Lerner-Führerschein, für die man mindestens 16 Jahre (bzw. in einigen Gebieten 15 Jahre und 9 Monate) alt sein muss. Diesen muss man dann eine gewisse Zeit innehaben, bevor in der Regel 12 Monate später eine Fahrprüfung durchgeführt werden kann. Nach dem Bestehen der Prüfung muss der Fahrer die P-Schilder anzeigen.

Inhaber einer vorläufigen / Probezeit-Fahrerlaubnis können im Vergleich zu voll lizenzierten Fahrern hinsichtlich Geschwindigkeit, Blutalkoholgrenzwerten, Grenzwerten für Typ und Leistung des Motors ihres Autos (d.h. nicht mehr als 6 Zylinder, keine Motoraufladung) und Anzahl der Punkte, die angesammelt werden können, eingeschränkt sein. In der Regel reicht eine einzige schwerwiegende Verkehrsstörung aus, um die Fahrerlaubnis auszusetzen.

Während die P-Kennzeichengesetze in Australien je nach Bundesstaat und Territorium variieren, gelten für Fahranfänger in ganz Australien einige gleiche Einschränkungen:

  • Alle Fahranfänger müssen beim Betrieb eines Fahrzeugs einen Blutalkoholspiegel von 0% einhalten
  • Fahrer mit einem P-Schild müssen ihre vorläufigen Führerscheine bei jeder Fahrt bei sich haben und diese auf Anfrage den Behörden vorzeigen
  • Während der ersten Phase der vorläufigen Lizenzierung (P1) oder wenn die vorläufige Lizenzierung nicht in zwei Phasen unterteilt ist, müssen Fahranfänger rotweiße P-Schilder an oder in ihren Fahrzeugen gut sichtbar anbringen
Unterschiedliche Regeln in verschiedenen Bundesstaaten/Territorien

Wenn ein Fahranfänger mit einem P-Schild verschiedene Bundesstaaten durchfahren möchte, ist er besser beraten, die verschiedenen ‘darf’ und ‘darf nicht’ für Fahranfänger der entsprechenden Bundesstaaten zu kennen, da die Regeln sehr unterschiedlich sein können. Ansonsten kann es leicht zu einer Geldstrafe führen, selbst wenn man aus einem anderen Staat stammt …

 Beispielsweise weicht bereits das erforderliche Design der anzuzeigenden Schilder von Bundesstaat zu Bundesstaat ab:

LP1P2
ACTA black letter L on a yellow background White letter P on a red background White letter P on a green background
NSWBlack L on an orange/yellow backgroundRed P on a white background Green P on a white background
QLD14.6cm x 14.6cm, with a black uppercase letter ‘L’ on a yellow background14.6cm x 14.6cm, with a red uppercase letter ‘P’ on a clear white background 14.6cm x 14.6cm, with a green uppercase letter ‘P’ on a clear white background
SA 14.5cm x 14.5cm, the letter L printed in black on a yellow background14.5cm x 14.5cm, with the letter P printed in red on a white backgroundno plates for P2
VIC15 cm x 15cm, bearing a black letter L on a yellow background 15 cm x 15cm, white letter P on a clear red background 15 cm x 15cm, white letter P on a clear green background
WAA black letter L on a yellow background White letter P on a red background White letter P on a green background

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Radfahrer in Australien sind keine Menschen https://goaustraliatours.com/radfahrer-sind-keine-menschen/ https://goaustraliatours.com/radfahrer-sind-keine-menschen/#respond Wed, 03 Apr 2019 05:57:46 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1956 Eine australische Studie hat herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Autofahrer glauben, Radfahrer seien nicht vollständig menschlich ...

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Vor einiger Zeit habe ich etwas zum Fahrradfahren in Australien geschrieben. Ich bemerkte, dass nicht gerade wenige Autofahrer Radfahrer eher als ein Verkehrshindernis betrachten und sich einen Spaß daraus, dies auch mit ihrer Fahrweise zum Ausdruck zu bringen.

Nun hat eine Studie der Monash University, QUT’s Centre for Accident Research & Road Safety – Queensland (CARRS-Q) und der University of Melbourne’s School of Psychological Sciences, ergeben, dass mehr als die Hälfte der australischen Autofahrer der Meinung sind, dass Fahrradfahrer nicht ganz menschlich sind.

Radfahrer sind Kakerlaken

Sowohl auf der Skala von Menschenaffen als auch von Insekten und Menschen haben 55 Prozent der Nichtradfahrer Fahrradfahrer als nicht vollständig menschlich eingestuft.

Die Studie fand weiterhin einen Zusammenhang zwischen Entmenschlichung und vorsätzlichen Aggressionen.

Aggressionen gegen Radfahrer waren keine Seltenheit: 17 Prozent gaben an, dass sie absichtlich einen Radfahrer mit ihrem Auto blockiert, 11 Prozent ihr Auto absichtlich nahe an Radler herangefahren und 9 Prozent ihr Auto dazu benutzt hatten, einen Fahrradfahrer abzudrängen.

Die Ergebnisse der Studie waren so auffallend, dass die Forscher empfehlen, das Wort „Radfahrer“ vollständig aufzugeben und durch den Begriff „Menschen auf Fahrrädern“ zu ersetzen.

Allerdings bedarf es keiner Studie, die bestätigt, dass Radfahrer in Australien täglich von sehr vielen Autofahrern schikaniert und beschimpft und als Kakerlaken angesehen werden. Man muss einfach nur einmal eine längere Strecke mit dem Fahrrad fahren, um diese Aggression selbst zu erleben.


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Fahrradfahren in Australien https://goaustraliatours.com/fahrradfahren-in-australien/ https://goaustraliatours.com/fahrradfahren-in-australien/#respond Sat, 03 Nov 2018 00:00:58 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1091 Australien ist ein Autofahrerland. Fahrradfahren ist nicht immer leicht auch wenn sich die Kommunen viel Mühe geben. Ein Erfahrungsbericht.

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Australien ist ein klassisches Autofahrerland und nicht unbedingt das Traumland zum Fahrradfahren. Aufgrund der Entfernungen ist das Auto (oder der LKW) ungeschlagen die Nr. 1 der genutzten Verkehrsmittel. Auch öffentliche Verkehrsmittel sind – insbesondere außerhalb der großen Metropolen – weit davon entfernt, die Dichte und Frequenz vieler anderer Industrieländer zu erreichen. Aufgrund der flächenmäßig stark ausgedehnten Städte ist sicher auch nicht immer lohnenswert, entsprechende Netzangebote vorzuhalten.

Öffentliche Verkehrsmittel sind oft keine Alternative

Wenn ich z.B. von unserer Wohnung morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Southport fahren möchte, so brauche ich für die Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln ca. 1 Stunde und 5 Minuten (gem. Journey Planner von Translink). Mit dem eigenen Auto brächte ich etwas mehr als ein Drittel der Zeit. Möchte ich die gleiche Strecke um 19:00 Uhr zurücklegen, so gibt Translink hier schon eine Reisezeit von 1 Stunde und 42 Minuten an. Mit dem PKW würde das abends nur 20 Minuten dauern.

Eine gesunde und sportliche Alternative zum Auto wäre sicherlich das Fahrrad. Meine Frau und ich sind gut mit Fahrrädern ausgestattet und es auch von München her gewohnt, täglich weite Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen. Doch die Voraussetzungen hier in Australien sind etwas anders.

Ein Grund, nicht das Fahrrad zu nutzen, sind im Sommer die hohen Temperaturen verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das führt dazu, dass man mit nahezu gleicher Wahrscheinlichkeit wie die Höhe der jeweils aktuellen relativen Luftfeuchtigkeit nach der Radtour eine gute Dusche benötigt (100% Luftfeuchtigkeit = 100% Duschnotwendigkeit). Und wenn dann am Zielort (Arbeitsstelle, Restaurant, Einladung bei Freunden …) keine Dusche vorhanden ist, hat man ein Problem. Obwohl eine Einladung bei Freunden im Sommer in der Regel mit einem Aufenthalt im Freien (z.B. zum Grillen) verbunden ist, was hier in dieser Situation von Vorteil wäre …

 Einer von fünf australischen Fahrern gibt laut Umfrage zu, auf Radfahrer generell wütend zu reagieren

Ein anderer evtl. noch gewichtigerer Grund ist, dass sich Radfahrer noch nicht in den Köpfen der Autofahrer als gleichberechtigte Partner im Straßenverkehr etabliert haben. Nicht gerade wenige sehen in Radfahrer eher ein Verkehrshindernis und machen sich ein Spaß daraus, dies auch mit ihrer Fahrweise zum Ausdruck zu bringen. Ein Artikel in “The Guardian” vom 2. November 2018 verweist auf eine aktuelle Studie, wonach 20% der australischen Autofahrer Wut im Straßenverkehr gegenüber Radfahrern zugeben. Die von Ford Australia veröffentlichte Umfrage ergab, dass die Wut unter den 18- bis 34-Jährigen am höchsten war. 23% der Befragten gaben zu, dass sie beim Passieren eines Radfahrers fluchten, hupten oder entsprechende Handgesten machen. Meiner Frau und mir ist das nicht nur einmal passiert.

Auch haben wir es schon erlebt, dass Autofahrer – nach unserer Wahrnehmung – bewußt Nahe an uns herangefahren sind, um uns zu erschrecken. In einem Video, was ebenfalls im Artikel des Guardian gezeigt wird, kommt dies besonders dramatisch zum Ausdruck. Es zeigt einen Radfahrer, der auf einem Radweg in Melbourne unterwegs ist, als ein dunkles Auto nach links schwenkt und ihn dabei absichtlich anfährt. Der Fahrer steigt dann aus, greift nach dem Fahrrad, wirft es in die nahe gelegenen Büsche und beschimpft den Radfahrer.

Auch solche Verhaltensweisen sind mit der Grund, warum man erst langsam in Australien die Radfahrer häufiger im täglichen Straßenverkehr sehen kann. Dies wiederum mehr in den großen Metropolen (Sydney, Melbourne, Adelaide, Brisbane) als in den kleineren Städten. Auch hier an der Gold Coast stechen trotz einer Bevölkerung von ca. 650.000 Menschen die wenigen Radfahrer immer wieder heraus.

 Die Regierungen und Kommunen verbessern die Fahrradinfrastruktur

Nichtsdestotrotz bemühen sich sowohl die Landesregierungen als auch die jeweiligen Kommunen, den Radverkehr zu fördern. Es werden immer mehr Radwege angelegt, auf den Straßen jede Menge Markierungen angebracht, die darauf hinweisen, dass auch Radfahrer diese Straße benutzen (gelbes Fahrrad auf Straße) und die Gesetze angepasst (z.B. muss man zwischen 1 und 1,5 Meter Seitenabstand halten, wenn man ein Fahrrad überholt). Weiterhin gibt es online schon ein recht gutes Angebot für Radfahrer (Beispiel Gold Coast). Trotzdem ist es immer wieder ein kleines Abenteuer, wenn man längere Strecken mit dem Fahrrad fahren will.

Oft enden z.B. die Radwege einfach im Nichts und man muss auf eine viel befahrene Straße ausweichen. Die Radwege sind in der Regel nicht durchgängig und zusammenhängend, also ein ziemliches Stückwerk. Auch machen die Markierungen für die Radfahrer häufig nicht viel Sinn. Weiterhin muss man recht eiserne Nerven haben, wenn die Autos auf ca. 1 Meter hinter einem dicht auffahren und wenn das dann noch einer der riesigen LKWs ist…

Aber trotzdem, auch hier ist es eine ernstzunehmende Alternative zum Auto, insbesondere in den “Winter”monaten, bei herrlichem Radfahrerwetter. Und je mehr Leute Fahrrad fahren, desto mehr wird auch für den Radverkehr gemacht.

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Gold Coast Verkehrslinienplan – Endlich auch auf Deutsch … ;-) https://goaustraliatours.com/gold-coast-netzwerk-oeffentlicher-verkehr-auf-deutsch/ https://goaustraliatours.com/gold-coast-netzwerk-oeffentlicher-verkehr-auf-deutsch/#respond Sun, 03 Jun 2018 08:13:00 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1246 Gold Coast Netzplan öffentlicher Verkehr endlich auch deutschsprachig - eine nicht immer ganz ernst zu nehmende Übersetzung

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Die öffentlichen Verkehrsmittel in Australien und auch hier an der Gold Coast sind von Qualität vieler anderer Verkehrsverbünde in Europa und auch anderen Teilen der Welt weit entfernt. Beispielsweise gibt es hier in den meisten Bussen (und Busse sind die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel) meist keinerlei Anzeigen zu den Haltestellen und auch keinen Netzplan.

Im Internet kann man allerdings einen Plan herunterladen, welcher allerdings nur auf Englisch verfügbar ist:

Gold Coast Network - Englisch
Gold Coast Network – Englisch

Nun habe ich mir die Mühe gemacht, die Linien, Orts- und Straßennahmen zu übersetzen, damit die deutschsprachigen und des Englischen nicht mächtigen Besucher keine Probleme haben, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch ab richtigen Ort anzukommen. Und da Netzpläne immer ein wenig kompliziert sind, habe ich vieles vereinfacht, Details weggelassen und teilweise etwas (zu) frei übersetzt …. Am besten man vergleicht es parallel mit der englischen Version … 😉

Goldküste Verkehrslinienplan Deutsch
Goldküste Verkehrslinienplan Deutsch (sehr frei übersetzt …)

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Hoons und ihre Spielzeuge – Spoilerland https://goaustraliatours.com/hoons-und-ihre-spielzeuge/ https://goaustraliatours.com/hoons-und-ihre-spielzeuge/#respond Thu, 22 Mar 2018 02:41:49 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1035 Ausrüstung für Hoons - lächerlich große Spoiler, Auspuff wie ein Abflussrohr, Hand aus dem Fenster und möglichst lauter Schalldämpfer

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“Hoon” ist ein typisch australischer Ausdruck, den man nur schwer ins Deutsche übersetzen kann, da er für ein vielfältiges Verhalten steht. Eine sehr trockene aber treffende Erklärung für Hoons findet sich bei Wikipedia:

Hoon ist ein im Sprachraum Australiens und Neuseelands geläufiger Begriff für Fahrzeugführer, welche im öffentlichen Straßenverkehr gesetzeswidrige oder antisoziale Verhaltensweisen zeigen, wobei diese oft dafür geeignet sind, die Aufmerksamkeit von Passanten oder Zuschauern auf sich zu ziehen.

Ein Hoon, oder jemand der Hooning betreibt, beschreibt eine Einzelperson am Steuer oder auch mehrere Insassen eines Fahrzeuges, welche Verhaltensweisen im öffentlichen Straßenverkehr zeigen, die einen Gesetzesverstoß darstellen, rücksichtslos oder gefährlich sind oder in einer anderen Form als belästigend angesehen werden. Zu den üblichen Verstößen gehören das Fahren mit weit überhöhter Geschwindigkeit, Burn-Outs, Driften, Beschleunigen mit durchdrehenden Reifen oder die Beteiligung an illegalen Straßenrennen.

Wahrscheinlich gibt es im Deutschen keine wirkliche Übersetzung für den Begriff “Hoon”, da diese spezifischen Verhaltensweisen außerhalb Australiens in wesentlich geringerem Umfange vorkommen.

Als Beobachter in Australien fällt einem auf, dass es hier jede Menge extrem aufgemotzte Autos gibt und sich der Spoiler am Auto generell extremer Beliebtheit erfreut. Dazu kommen sogenannte “Sport-Auspuffe”, die in erster Linie ein sportliches Fahrzeug mit sportlichem Motor simulieren sollen, da für manche Fahrzeugbesitzer der Klang eines Fahrzeugs ein wichtiger (emotionaler) Faktor ist, der ganz wesentlich vom Auspuff beeinflusst wird.

Es ist zwar schon nahezu 40 Jahre her, dass ein Formel 1-Weltmeister aus Australien kam (Alan Jones 1980), aber anscheinend meinen viele australische Männer, dass sie zum Formel-1-Weltmeister geboren sind oder zumindest so cool sind, wie es James Dean einst war.

Um dieses Gefühl zu unterstreichen, gehört natürlich ein entsprechendes Auto dazu. Da oft für richtige Sportwagen (Ferrari, Lamborghini, Porsche, Mercedes-AMG, Bugatti, etc.) die finanziellen Mittel fehlen müssen eben sogenannte Muscle-cars als Ersatz dienen. Das sind Autos, die auf Serienmodellen basieren, jedoch teilweise wesentlich stärker motorisiert sind. Weiterhin werden die Autos dann mit oft extrem lächerlich wirkenden (und nutzlosen) Spoilern in der Größe eines Kneipentresens, mit Aufklebern angedeutete Lufteinlässe sowie dem sonstigen üblichen Autozubehör wie breiten Niederquerschnittsreifen, Alufelgen, tiefergelegtem Fahrwerk, Türschweller und nicht zuletzt dem wichtigen Sport-Auspuff ausgestattet.

Photo: Hooncar
Der Fahrer träumt sicherlich von KITT (Knight Industries Two Thousand) und fühlt sich als Knight Rider …

Manche angebauten Auspuffe haben Ausmaße wie die Abflussrohre von Toiletten und klingen auch gleichermaßen. Viele sind dabei so ausgelegt, dass man sie auch jederzeit per Schalter auf “diskrete Schallpegel, die nicht die falsche Aufmerksamkeit erregen” umschalten kann.

Und wenn man dann schon so ein Auto hat, ist man natürlich gezwungen, es auch zeigen. Dafür muss man anscheinend jedes Wohngebiet einmal abfahren und dabei immer wieder demonstrieren, wie extrem laut der Sport-Auspuff sein kann. Beide Fenster sind dabei natürlich heruntergekurbelt und eine Hand muss heraushängen. Hinten mündet das dünne Serienrohr des Vierzylinders in ein Ofenrohr, in das ein Handball reinpassen würde, und das Aggregat entfesselt seine 70 PS bei 7000 Umdrehungen.

In Deutschland würde man daran denken, dass der Auspuff sicherlich kaputt ist und eines Werkstattbesuchs bedarf, doch in dem Kreise der Muscle-Driver ist scheint es schon als besonders cool und männlich zu gelten, wenn man nur in der Lage ist, das Gaspedal runter zu drücken und der Auspuff dabei besonders viel Krach macht.

Höhepunkt der Burn-Out.

Viele denken beim Burnout eher an persönliche Krisen, was bei vielen der Hoons sicher auch zutrifft, doch bei dem hier gemeinten Burn-out lassen die Hoons die Räder einer Achse (bei gezogener Bremse für die andere Achse) durchdrehen. Dabei wird dann nicht nur viel Kraftstoff verbraucht, sondern die Reifen verschleißen sehr schnell und sind danach meist unbrauchbar. Auch dass andere Teile des Fahrzeuges, wie u.a. Getriebe und Antriebswellen, dabei erheblich verschleißen, scheint dabei ebenso keine Rolle zu spielen, wie der Fakt, dass man solch ein unsoziales Verhalten eher von pubertierenden Teenagern erwartet als von erwachsenen Männern.

In nahezu allen Gegenden findet man Spuren von Burn-outs, innerorts und außerorts, in reinen Wohngebieten wie in Geschäftsvierteln, auf Neben- und Hauptstraßen ja sogar auf Autobahnen. An manche Stellen, an denen seltener die Polizei vorbeikommt, zeugt großflächiger extremer Reifenabrieb sowie jede Menge Reifenreste von fest etablierten Treffpunkten für solch ein (meist nächtliches) Treiben.

Überhaupt scheint man sich hier etwas von der Graffiti-Scene abgeschaut zu haben und versucht, sein Burn-out-Tag an möglichst prominenten Stellen, z.B. einer belebten Straßenkreuzung, zu hinterlassen. Man kann dann bei anderen Hoons (denn nur die finden so etwas wohl toll) damit prahlen.

Zwar ist in fast allen Bundesstaaten Australiens die Gesetzgebung zur Verhinderung des “Hooning” verschärft worden, was teilweise dazu führen kann, dass die Fahrzeuge von der Polizei eingezogen und verschrottet werden können, doch scheint das keinen Effekt zu haben. Wir hören jeden Tag und insbesondere jede Nacht die Hoons mit ihrem Machogehabe herumfahren und sehen nahezu täglich auf den Straßen neue burn-marks.

Interessant ist, dass überhaupt z.B. diese Sport-Auspuffe, welche zwischen Krach und normal umgeschaltet werden können, legal verkauft werden dürfen. Manche werben sogar indirekt damit, dass in der Nähe von Polizei etc. die Auspuffe umschalten kann:

This means, if you attract the wrong type of attention, you can make the exhaust quiet. When it is switched to quiet, it is dead quiet – like stock. This is especially handy for early morning starts or if Police are about

Evtl. würde es auch schon helfen, wenn es in Australien in allen Bundesstaaten so etwas wie eine KFZ-Hauptuntersuchung (“TÜV” gäbe, bei der man sein Auto alle zwei Jahre regelmäßig auf Sicherheit überprüfen lassen muss …

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Straßenverkehr – australische Gelassenheit https://goaustraliatours.com/strassenverkehr-australisch-gelassenheit/ https://goaustraliatours.com/strassenverkehr-australisch-gelassenheit/#respond Wed, 28 Feb 2018 04:44:09 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=817 Der Straßenverkehr in Ballungsräumen Australiens unterscheidet sich kaum von anderen Ländern. Die Gelassenheit beim Autofahren jedoch schon.

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Australier beschreiben sich gerne selbst u.a. als “easy-going”, was so viel wie “unbekümmert”, “bequem”, “lässig”, “unbeschwert”, “leichtlebig” oder auch “gelassen” bedeutet. Darüber kann man sicherlich diskutieren, was ich zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich auch tun werde.

Die Hupe bleibt meist ungenutzt

In Bezug auf den Straßenverkehr trifft das sicherlich zu. Auch wenn hier in den Ballungsräumen die Staus ebenfalls  regelmäßig kilometerlangen sind (und hier unterscheidet sich z.B. Brisbane nicht von München), so sind Australier wesentlich geduldiger und entspannter beim Autofahren. Die Hupe, welche in südeuropäischen Ländern zum Standardrepertoire eines jeden Autofahrers gehört, fristet hier das Dasein eines nahezu unbenutzten Autozubehörs. Nur der Airbag wird sicherlich weniger benutzt.

Geduldig an der Ampel
Kangaroo - easy going
Echte Australier sind “easy-going”

Ich habe es schon ein paarmal erlebt, dass eine Ampel auf Grün umsprang und der erste Fahrer nicht losfuhr. Das ist an sich ja nichts Besonderes, doch es passierte – nichts. Kein Autofahrer hinter dem ersten Auto fing an zu hupen oder wurde sonst wie aggressiv. Einmal warteten alle so lange, bis die Ampel wieder rot wurde – und keiner erregte sich (auf jeden Fall ließ es sich keiner anmerken). Da muss man sich einfach mal vorstellen, wie es einem in einer deutschen, italienischen oder französischen Großstadt gehen würde.

Wenn wir auf unserem Balkon sitzen, sehen wir auf einer Brücke in der Nähe zwar viele Autos, doch hören wir sie fast nicht. Keiner hupt und (fast) alle fahren sehr gesittet und langsam (Ausnahmen bilden Hoons). Zwar gilt auf den meisten Ortsstraßen Tempo 60, doch überschreiten die Autofahrer das nur in wenigen Fällen merklich. Wenn ich meinen Geschwindigkeitsregler auf die gerade vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einstelle, werde ich nur selten überholt und dann auch nur von Fahrzeugen, die nur geringfügig schneller sind.

Dichtes Auffahren

Das einzige etwas Störende ist, dass Australier gerne dicht auffahren. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie überholen wollen. Auf Autobahnen, auf denen man hier übrigens rechts und links überholen darf, fahren oft Autofahrer mit wenigen Metern Abstand hinter einem, obwohl die Fahrbahn auf beiden Seiten zum Überholen genug Platz bietet. Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt übrigens 110 km/h, was sicherlich ebenfalls zu einem entspannteren Fahren beiträgt.

Sportlich ausgelegte Autos, die hohe Geschwindigkeiten erreichen, sind hier eher sinnlos.

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The “Ute” https://goaustraliatours.com/the-ute/ https://goaustraliatours.com/the-ute/#comments Tue, 23 Jan 2018 03:23:02 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=560 Der echte australische Mann, insbesondere als Handwerker, muss einen Ute fahren (Kurz für "utility vehicle", aber auch Pickup).

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Der australische Mann, insbesondere wenn er ein Handwerker ist, muss einen Ute fahren. Ein Ute ist die Kurzform für “utility vehicle”, wie er nun auch in Deutschland als “SUV” (Sport Utility Vehicle) vorkommt. Bei uns besser bekannt als “Pickup”

Allerdings war ein Ute ursprünglich die Bezeichnung für eine besondere Art des Pickups. Traditionell bezog sich der Begriff auf Fahrzeuge, die auf einem Pkw-Fahrgestell aufgebaut sind und bei denen die Ladefläche in die Karosserie integriert ist. Es handelt sich somit nicht um einen Lkw, sondern um einen Pkw mit offener Ladefläche. Der heutige Gebrauch des Begriffs “Ute” in Australien und Neuseeland hat sich jedoch auf alle Fahrzeuge mit einer offenen Ladefläche am Heck ausgeweitet, die in anderen Ländern als Pickup Truck bezeichnet werden würden.

Die Australische ABC hat einen interessanten Artikel über die Geschichte des Utes veröffentlicht (auf Englisch):

…. und eine deutsche Übersetzung:

Der heutige Gebrauch des Begriffs “Ute” in Australien (und Neuseeland) hat sich jedoch auf alle Fahrzeuge mit einer offenen Ladefläche am Heck ausgeweitet, die man mit einem normalen PKW-Führerschein fahren kann. In Deutschland hieß so etwas früher “Pritschenwagen”.

Utes für Handwerker

Nahezu alle Handwerksfirmen haben Utes als Firmenwagen. Das ist recht interessant, da es auch hier in Queensland natürlich regnet (und nicht selten auch recht heftig) und die Straßen staubig sind. Z.B. haben wir unseren Teppich reinigen und waschen lassen, doch konnte er eine Zeit lang nicht zurückgebracht werden, da es ein paar Tage regnete (!). Die Handwerker haben dann oft Aluminiumkisten auf den Ladeflächen, in denen das Werkzeug verstaut wird, damit es vor Regen und Schmutz sowie vor Diebstahl geschützt ist.

Im Gegensatz zu einem Kastenwagen, wie er in Europa bei Handwerkern üblich ist, finde ich das oft unpraktisch. Alles muss immer mit Gurten etc. fest gezurrt werden, damit es nicht von der Ladefläche fällt (das wird jedoch oft nicht gemacht, da zeitaufwändig). Darüber hinaus ist heutzutage ein Ute oft ein allradgetriebener Geländewagen (auch wenn er selten Gelände sieht). Manche Utes wiederum sehen nur nach Allrad aus, weil man das erwartet.

Ursprünglich waren Utes PKW-basierte (einachsig angetriebene) Fahrzeuge mit einer im Heck in den Passagierkörper integrierten offenen Ladefläche, im Gegensatz zu den 4WD-Utes, dessen Ladefläche nicht in den Fahrgastraum integriert ist.

Hoon-Utes

Diese Art Utes gibt es immer noch und in Australien hat sich darum eine Art Kult entwickelt. Sie sieht man meist in grellen Farben und mit allerlei mehr oder weniger schönen und sinnvollen Extras aufgemotzt.

Vor allem im ländlichen Raum ist es üblich, mit Bullbars (heißen hier oft auch Roo-bars), Scheinwerfern, übergroßen Schmutzfängern, Auspuffklappen (die ordentlich Krach machen und nach defektem Auspuff klingen) und UHF-Antennen auszustatten. Die Ladefläche ist dann natürlich nur in den aller seltensten Fällen mit irgendetwas beladen.

Neben dem Fahrer passt nur eine weitere Person in das Auto. Das sollte für die Freundin reichen. In 90% der Fälle fahren auch Männer diese Autos (meist junge), denn als Macho-Mann muss man ja einen Ute haben.

Ebenso ältere Männer folgen diesem Trend zum Ute. Dann ist der Wagen eher ein bulliger Geländewagen mit (meist unbenutzter) Ladefläche, die dann aber oft so klein ist, dass sie erst recht sinnlos ist. Viele Australier sind auch der Meinung, dass man nur mit einem Geländewagen einen Anhänger (z.B. Bootsanhänger oder Wohnwagen) ziehen kann. Ich frage mich, wie die Holländer ohne Geländewagen nur ihre Wohnwagen durch Europa ziehen?

Auch wenn diese Utes eine Ladefläche haben, so kann man dort kaum etwas verstauen. Ich habe bei IKEA (ja, gibt es auch hier) beobachtet, wie Leute Probleme hatten, einfach Regalböden zu verstauen, die ca. 160 cm lang waren (in meinem normalen Auto kein Problem, Sitze umklappen => genug Platz).

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, einen Ute zu kaufen…

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