Technische Geräte etc. Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/category/leben-in-australien/technische-geraete-etc/ Für potenzielle Australienauswanderer (oder -einwanderer - je nach Perspektive) Mon, 06 Dec 2021 22:50:26 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://i0.wp.com/goaustraliatours.com/wp-content/uploads/2018/01/cropped-GoAustralia-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Technische Geräte etc. Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/category/leben-in-australien/technische-geraete-etc/ 32 32 140197780 Sodastream® – jederzeit frisch sprudelndes Trinkwasser? https://goaustraliatours.com/sodastream-ueberall-anders/ https://goaustraliatours.com/sodastream-ueberall-anders/#comments Thu, 03 May 2018 03:14:09 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1188 Sodastream verspricht überall sprudelndes Trinkwasser - aber nur, wenn man in jedem Land das dort angebote Modell kauft ...

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Wir trinken viel Wasser und gerne auch noch gesprudelt. Schon vor 18 Jahren, als wir noch in München wohnten, haben wir uns ein Gerät von Sodastream® zum Sprudeln von Leitungswasser zugelegt. Die Argumente dafür waren recht überzeugend:

  1. Kein Schleppen von Wasserkisten vom Getränkemarkt,
  2. Jederzeit unbegrenzt Wasser zur Verfügung (kommt ja aus der Wasserleitung)
  3. Hervorragende Qualität des Wassers (das Münchner Trinkwasser kommt quellfrisch aus dem Voralpenland)
  4. Viel preiswerter als Mineralwasser aus dem Getränkemarkt (Kohlensäurefüllung für ca. 60l kostet € 8,95 – Stand 2018)

Wir hatten gleich mehrere Gaszylinder, damit wir nicht immer wegen einer Füllung wieder zum Umtauschen laufen mussten, und eine schöne Sprudelmaschine mit mehreren recht attraktiven Glasflaschen, die man auch bei Gästebesuch auf den Tisch stellen konnte.

Auch in Australien wollten wir unsere “Sprudelausrüstung” weiternutzen und da Sodastream® weltweit vertreten ist, sahen wir auch kein Problem darin, auch hier an der Gold Coast unsere Kohlensäureflaschen aus Deutschland füllen zu lassen. Das dachten wir jedenfalls…

Als Erstes weigerten sich die Mitarbeiter der Umzugsfirma, die Gasflaschen zu verpacken, auch wenn sie leer waren. Gasflaschen jeglicher Art dürften generell nicht in Umzugscontainern verpackt werden. Nun ja, dann freuten sich eben unsere sprudelnden Freunde über weitere Austauschzylinder.

In Australien angekommen, kauften wir nach dem Auspacken unserer Umzugskisten und auch des Wassersprudlers sofort einen neuen gefüllten Kohlensäurezylinder. Zu Hause stellte ich dann fest, dass Sodastream® in Australien andere Schraubgewinde für ihre Geräte verwendet. Auch Adapter oder ähnliche Ersatzteile waren nicht zu bekommen.

Sodastream® Australia schreibt dazu auf ihrer Webseite unter den FAQs:

Can I use my CO2 Cylinder that I bought outside of Australia or take a CO2 Cylinder bought in Australia abroad?
Australian CO2 Cylinders use a specific cylinder thread, so you may not be able to find these compatible Cylinders anywhere other than in Australia. If you have bought a Cylinder or a Sparkling Water Maker from outside of Australia, it will not work.”

Das hätte ich mal schon in Europa lesen sollen. Somit war unsere mitgebrachte Sprudelmaschine nicht zu gebrauchen :-(. Also mussten wir ein neues Gerät kaufen. Jedenfalls könnten wir die 3 mitgebrachten Glasflaschen dann nutzen – dachten wir zumindest. Denn wo immer wir auch schauten, nirgends fanden wir ein entsprechendes Gerät von Sodastream®. Erst nachdem wir ein hier angebotenes Standardgerät mit Plastikflasche gekauft hatten, las ich später auf der Internetseite von Sodastream, dass sie nun auch in Australien einen Sprudler für die Glasflaschen anbieten würden (heißt hier “Crystal Titan”), doch wo?

Auf jeden Fall konnten wir uns nun dem Sprudelvergnügen hingeben, denn die oben angeführten Argument würden ja auch hier in Australien gelten, oder?

  1. Kein Schleppen von Wasserkisten vom Getränkemarkt
    Stimmt auch in Australien, obwohl es hier keine Kisten, sondern nur Pappkartons gibt und man nach Gebrauch die Einwegplastikflaschen in den Recyclingcontainer wirft.
  2. Jederzeit unbegrenzt Wasser zur Verfügung (kommt ja aus der Wasserleitung)
  3. Hervorragende Qualität des Wassers
    Im Gegensatz zu Sodastream® in Deutschland wirbt Sodastream® Australien nicht mit der hervorragenden Wasserqualität… . Das Leitungswasser in Australien ist zwar überall sicher zum Trinken, doch wird es je nach Region mit mehr oder weniger Chlor und auch Fluorid versetzt. Das kann man sofort riechen, wenn man es aus der Leitung laufen läßt. Und insbesondere frisch gesprudelt entfaltet sich der Chlorgeruch extrem. Und ob Chlor insgesamt immer in den dem Leitungswasser zugesetzten Mengen unbedenklich ist, darüber gibt es geteilte Ansichten…
  4. Viel preiswerter als Mineralwasser aus dem Getränkemarkt
    Eine Kohlensäurefüllung kostet hier im günstigsten Falle ca. AUD 19,50 was nach aktuellem Umtauschkurs ca. € 12,25 also 37 % teurer als in Deutschland ist. Wenn man den Kaufpreis des Sprudlers nicht einrechnet, so kommt man bei 60l gesprudeltes Wasser je Zylinder auf einen Literpreis von AUD 0,33. Bei Coles kostet dahingegen ein Liter Quellwasser mit Kohlensäure (und ohne Chlorzusatz) AUD 0,53.

Trotzdem haben wir uns wieder fürs Sprudeln entschieden. Da das Recycling in Australien noch nicht sehr ausgeprägt ist, endet der größte Teil des Hausmülls (auch aus den Recyclingtonnen) auf der Mülldeponie (Müllverbrennung gibt es in Australien nicht). Und da wir täglich zusammen ca. 3 und mehr Liter Wasser trinken, wären das ca. 750 1,5l-Plastikflaschen aus unserem Haushalt für die Müllkippe. Dazu kommt der Aufwand, die Flaschen zu kaufen, zu lagern und immer ausreichend Vorrat zu Hause zu haben.

Das Chlorproblem könnte man zwar mit Filtern angehen, doch Filter sind nicht billig und müssen aus Hygieneaspekten immer regelmäßig ausgetauscht werden. Und bei der Menge unseres Wasserkonsums würden wir dann statt Wasserflaschen eben regelmäßig Wasserfilter kaufen …

Wir lassen das Wasser in großen Glasbehältern offen über mindestens 24 Stunden stehen, was das Chlor nahezu vollständig entweichen lässt. Und dann kann man wieder frisch gesprudeltes Wasser trinken, aaah…

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Kühl bleiben! https://goaustraliatours.com/australien-kuehl-bleiben/ https://goaustraliatours.com/australien-kuehl-bleiben/#respond Wed, 18 Apr 2018 10:26:28 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1155 Bei Australiern besteht ein großer Drang zur Kühle (in Bezug zur Temperatur und im Sinne von "being cool"). Wie kann man das erreichen?

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Australien ist nicht gerade als Land des Wintersports bekannt geworden. Das dürfte an den doch recht hohen Durchschnittstemperaturen und dem Mangel an Schnee liegen. Auch Wintersportausstatter sind nicht gerade üppig im Lande vertreten, obwohl ich vor einem Jahr hier in Southport mitten im Sommer ein wirklich gut sortiertes Geschäft für Snowboards, Ski und diesbezüglicher Ausstattung mit dem bezeichnenden Namen “Snowbiz” gesehen hatte. Angesichts der zu der Zeit herrschenden Außentemperaturen von dauerhaft über 30 °C war es dann allerdings auch nicht verwunderlich, dass keine Kunden in dem Laden war. Den Laden gibt es aber immer noch, was ich für das subtropische Queensland dann doch eher verwunderlich finde. Offensichtlich scheint es auch hier eine entsprechende Nachfrage zu geben und der Laden hat das passende Angebot.

Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass – verständlicherweise – bei den Australiern ein großer Drang zur Kühle (in Bezug zur Temperatur und im Sinne von “being cool”) besteht. Ein Schritt in diese Richtung ist natürlich der Betrieb einer ordentlichen Klimaanlage und das nicht nur in Gebäuden, sondern auch in Autos. Vor drei Tagen bin ich am sonntagmorgens um 6 Uhr mit einem Bus gefahren (ich hätte doch lieber mein Fahrrad nehmen sollen) und habe bei ca. 20 °C Außentemperatur im Bus fast gefroren, da die Klimaanlage auf volle Leistung gestellt war. Und bis ich friere, dauert es schon ein wenig (ich hatte auch nur eine kurze Laufhose und ein T-Shirt an).

Ich bevorzuge eher kühlere Regionen der Erde (Freunde haben sich daher gewundert, warum ich dann ausgerechnet ins subtropische Queensland gezogen bin. Tja …)  Aber wie gesagt, man hat es auch hier gerne kühl. Das gilt auch und insbesondere bei den alkoholischen Getränken. In einer Trinkhalle (das ist mein Ausdruck für das, was die Australier Tavern, Inn oder “Hotel” nennen) kann man Bierzapfanlagen sehen, die von einer teilweise zentimeterdicken Eisschicht umgeben sind, und das nicht in einem Kühlschrank, sondern im normalen Schankraum (die Klimaanlage ist in diesem Fall nicht schuld). Hier haben die Australier – was nicht oft vorkommt – mit der englischen Tradition des lauwarmen Bieres gebrochen, was ich nur begrüßen kann.

Natürlich müssen die kühlen Getränke (und andere kalten Dinge) auch transportiert werden. In Australien ist es üblich, dass man zu einer Essenseinladung oder Party seine eigenen Getränke mitbringt. Das gilt auch für die vielen BYO-Restaurants, wobei BYO für “bring your own” steht, also bringe deinen eigenen Alkohol mit. Man zahlt dann nur eine “corkage-fee”, wobei die eigentlich wegfallen müsste, da es in Australien bei Wein ja zu 99% nur Schraubverschlüsse gibt …

Für diesen Transport gibt es die ausgefallensten Kühlbehältnisse, die man sich nur vorstellen kann.

Wenn man z.B. bei der australischen Boot & Camping – Kette BCF nach “Fridges & Coolers” sucht, hat 147 Artikel zur Auswahl. Man findet dann neben 200l (!) Eisboxen entsprechende Größenbezeichnungen wie “Sixer Cooler”, “9 Can Soft Cooler” oder für den großen Durst “30 Can Soft Cooler”, wobei sich “can” auf eine Bierdose bezieht. Oder tragbare “WIFI Fridge Freezer”, bei denen es einem eine App ermöglicht, den Kühlschrank während der Fahrt zu überwachen und zu steuern, und ein USB-Anschluss zum Aufladen von Telefonen und Tablets dient. Oder eine “Große Eisdecke”, die man einfach um Speisen und Getränke wickeln kann.

In anderen Läden gibt es schick aussehende Damenhandtaschen, die nichts anderes sind, als eine Kühltasche für eine Wein- oder Sektflasche.

Auch Kühlrucksäcke habe ich schon gesehen, die von außen wie ein normaler Wanderrucksack aussehen (nur wandert man damit zu einer wohl ausgiebigeren Party).

Darüber hinaus gibt es gefühlt tausende relativ normale Kühltaschen mit mehr oder weniger schönen und geschmackvollen Mustern darauf. Es kommt dabei sicher darauf an, ob man auffallen möchte und/oder seinen mehr oder weniger teuren Wein teilen möchte … Diese Taschen bestehen oft aus einem Neoprenmaterial, was normalerweise Taucher umhüllt und nicht deren Flaschen. Doch hier ist es umgekehrt, wobei man eher in eine Party eintaucht.

Ich gehe jetzt zu unserem KÜHLschrank und hole mir ein KÜHLES Getränk… Cheers!

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Klimaanlage II https://goaustraliatours.com/klimaanlage-2/ https://goaustraliatours.com/klimaanlage-2/#comments Sun, 11 Mar 2018 08:06:47 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=895 Australien bricht regelmäßig neue Hitzerekorde. Eine Klimaanlage hilft nicht nur beim Kühlen, sondern auch beim Trocknen der Luft.

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Australien verzeichnet jeden Sommer eine sehr große Anzahl neuer Hitzerekorde. Höchsttemperaturen, die vorher noch nie aufgezeichnet wurden. Und das gilt für alle Landesteile.

Gemäß dem australischen Wetterdienst (Bureau of Meteorology BOM) hat sich Australien seit 1910 um etwa ein Grad erwärmt. Die Erwärmung hat sich vor allem seit 1950 ereignet. Auch die Häufigkeit der täglichen Temperaturextreme hat sich seit 1910 verändert. Die Anzahl der Wetterstationen mit sehr warmen Nachttemperaturen und die Häufigkeit, mit der diese auftreten, sind seit Mitte der 1970er Jahre gestiegen. Die Häufigkeit von sehr heißen Tagestemperaturen ist seit den neunziger Jahren gestiegen.

ährliche Durchschnittstemperaturanomalien für Australien
Jährliche Durchschnittstemperaturanomalien für Australien (rot) mit 10-Jahres-Mittelwert (hellgrau). © Copyright Commonwealth of Australia 2018, Bureau of Meteorology

Als wir nach Australien kamen, war es uns wichtig, dass unser neues Heim eine Klimaanlage hatte. U.a. diesbezüglich hatten wir ja auch entsprechend Probleme bekommen. Zum Glück sind wir dann vor der großen Hitzezeit noch einmal in eine Wohnung mit gut funktionierender Klimaanlage umgezogen. Und dass sie funktioniert konnten wir in den letzten Wochen immer wieder erleben.

Wir hatten Temperaturen bis zu 38 °C und einer Luftfeuchtigkeit bis zu 100 %. Wobei die relative Luftfeuchtigkeit eigentlich nichts aussagt.  Z.B. ist eine Luftfeuchtigkeit von 100 % bei 10 °C Außentemperatur vollkommen unproblematisch und bei 30 °C kaum zu ertragen.

Das äußert sich nicht nur darin, dass man schwitzt und klebt, sondern auch, dass die Wäsche nicht mehr trocknet und sich Teppiche, Bettwäsche etc. klamm anfühlen. Da hilft eine Klimaanlage, denn eine Hauptfunktion der Klimaanlage ist die Trocknung der Luft. Beispielsweise lag die relative Luftfeuchtigkeit bei uns zu Hause nahezu bei 100 % (und mehr als 30 °C) und 1/2 Stunde nach Einschalten der Klimaanlage war nicht nur die Raumtemperatur bei nur noch 26 °C angekommen, sondern auch die Luftfeuchtigkeit auf 55 % reduziert. In unserem Waschraum hörte man dabei immer ein Gluckern, was von dem Ablauf des kondensierten Wassers aus der Klimaanlage kam.

Daher tropfen Autos mit Klimaanlage im schwülen Sommer auch recht stark (das ist dann die der Luft entzogene Feuchtigkeit).

Nachdem die Klimaanlage längere Zeit bei uns zu Hause gelaufen ist, trat der Effekt ein, den man im Winter oft in Wirtshäusern sieht – die Fenster beschlagen. Nur hier beschlagen sie auf den Fenstern mit der Einfachverglasung außen. Das hat etwas mit dem Taupunkt zu tun (siehe Exkurs unten). Das geht so weit, dass selbst die Autoscheiben beim Fahren von außen beschlagen.

Klimaanlage braucht viel Strom

Die Menschen hier klagen häufig darüber, dass der Betrieb einer Klimaanlage viel kostet. Das stimmt, die Stromrechnung schnellt dann schnell in die Höhe. Bei nur 4 Stunden Betrieb pro Tag und einer das ganze Haus abdeckenden Klimaanlage kann das schon locker AUD 1.200 und mehr pro Saison ausmachen (dabei muss man allerdings auch bedenken, was man in Zentraleuropa an Heizkosten pro Jahr ausgibt). Interessant ist dabei, dass trotzdem kaum in die Isolierung der Häuser gegen Hitze investiert wird. Auch besteht der Sonnenschutz meist nur aus Rollos, Jalousien etc. innen vor den Fenstern. Das verhindert natürlich nicht, dass sich die Fenster extrem bei Sonneneinstrahlung aufheizen. Und das ist auch bei nagelneuen Häusern so.

Auch bei Geschäften, Pubs, Einkaufszentren etc. ist es normal, dass die Klimaanlage an ist und die Eingangstüren weit offen sind. Wenn man an dem Laden vorbeigeht, weht einem aus dem Geschäft ein kalter Wind entgegen, was in dem Moment und bei heißem Wetter oft recht angenehm ist. Innen erinnert es dann manchmal eher an nordische Kälte. In manchen Läden hätte ich  lieber lange Hosen und ein langärmeliges Hemd an, wenn ich die erste Gänsehaut auf meinem Arm sehe (und das bei mir, der es eher kühler als zu warm hat). Und auch bei angenehmen 24° Außentemperatur, denn dann wird in den Einkaufszentren weiter voll gekühlt.

Trotzdem möchte ich die Klimaanlagen im australischen Sommer nicht missen.


Exkurs Taupunkt

Grundsätzlich kann die Luft je mehr Wasser aufnehmen, desto wärmer sie ist. Der Taupunkt ist diejenige theoretische Temperatur der feuchten Luft, bei der diese wasserdampfgesättigt wäre. Oder anders gesagt, der Taupunkt ist die Temperatur, unterhalb der das Wasser aus der Luft heraus kondensiert bzw. wird mit Wasserdampf gesättigte Luft unter den Taupunkt abgekühlt, so tritt Kondensation ein (Beschlagen, Nebel, Tau, Niederschlag). Hat man beispielsweise ein Glas, welches eine Temperatur von 25° C aufweist, so beschlägt es, wenn der Taupunkt z.B. 28 °C ist. Der Taupunkt kann daher auch nie größer sein, als die aktuelle Außentemperatur. Hat man eine Außentemperatur von 28 °C und einen Taupunkt von ebenfalls 28° C, so hat man auch eine relative Luftfeuchtigkeit von 100 %.

Das Prinzip funktioniert natürlich auch umgekehrt. Hat man in einem Raum eine Temperatur von 21 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 %, so errechnet sich daraus ein Taupunkt von 10,2 °C. Kommt man bei einer kalten Außentemperatur in den Raum, so beschlägt die Brille, da die Temperatur der Brille niedriger ist als der Taupunkt im Raum, und sich die Raumluft an der Brille abkühlt.

Alles klar?

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Der Einheitslichtschalter https://goaustraliatours.com/einheitslichtschalter/ https://goaustraliatours.com/einheitslichtschalter/#respond Fri, 02 Feb 2018 01:41:33 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=584 "Einheitslichtschalter" findet man in Australien immer und überall. Nicht sehr einfallsreich, aber praktisch, wenn man Ersatz braucht ...

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Photo: Typischer Einheitslichtschalter
Der typische Einheitslichtschalter

Jedes Mal, wenn wir abends nach Hause kommen, haben wir Mühe, den Lichtschalter zu finden. Der Knopf hat nur einen Durchmesser von 15 mm, was ungefähr der Fingerspitze des Zeigefingers entspricht. Auch sonst nachts im Dunkel einen Lichtschalter zu finden, ist nicht ganz einfach, insbesondere, wenn man sich in dem Raum nicht ganz genau auskennt. Nun sollt man meinen, dass es ja kein Problem ist, größere Schalter einzubauen, die man z.B. auch mal mit dem Ellenbogen bedienen kann, wenn man die Hände voll hat. Doch das ist hier in Australien eher nicht der Fall, da es hier nur den Einheitslichtschalter gibt.

Egal wo man hinkommt, es gibt immer nur die gleiche Größe des Lichtschalters und das gleiche Modell und in 99% der Fälle auch die gleiche Farbe (weiß!).

Man muss nur mal in einer Suchmaschine “australian standard light switches” eingeben, dann weiß man, wovon ich spreche.

Einheitslichtschalter gibt es seit 1971

Ich habe vermutet, dass es irgendein Gesetz gibt, was es verbietet, andere als die Einheitsschalter zu verbauen, doch nichts dazu gefunden, nur dass diese Schalter seit 1971 in Australien erhältlich sind.

Im Baumarkt (hier Bunnings) gibt es ausschließlich die Standardschalter:

Foto: Variationen des Einheitslichtschalters im Baumarkt
Variationen des Einheitslichtschalters im Baumarkt

Solche Einheitsschalter bieten den Vorteil, dass man immer und überall Ersatzschalter (und -teile) findet, die zu den im Haus vorhandenen Schaltern passen und jeder Elektriker hat immer die passenden Schalter dabei …

Da der Einheitsschalter von einer größeren Abdeckplatte umgeben ist, besteht ein weiterer Vorteil der kleineren Schalter darin, dass die Abdeckplatten für die Montage von einem bis zu sechs einzelnen Schaltmechanismen oder anderen entsprechend großen “Mechanismen” – wie Dimmern und Anzeigeleuchten montiert werden können. Allerdings hat man dann das Gefummele mit bis zu 6 Schaltern, was es noch schwieriger macht, den richtigen Schalter zu treffen.

Als Weiterentwicklung des Einheitsschalters gibt es jetzt Schalter mit Hintergrundbeleuchtung, bei denen die Schalter mit einem in rot, blau, grün, weiß oder in anderen Farben scheinenden Leuchtband umgeben sind. Damit findet man nun zumindest den Schalter bei Dunkelheit …

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