Politik Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/category/leben-in-australien/politik/ Für potenzielle Australienauswanderer (oder -einwanderer - je nach Perspektive) Sun, 04 Jul 2021 02:59:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://i0.wp.com/goaustraliatours.com/wp-content/uploads/2018/01/cropped-GoAustralia-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Politik Archives - GoAustralia https://goaustraliatours.com/category/leben-in-australien/politik/ 32 32 140197780 Kraftstoffverbrauch und Kraftstoffpreis – große Autos https://goaustraliatours.com/kraftstoffverbrauch-preise-grosse-autos/ https://goaustraliatours.com/kraftstoffverbrauch-preise-grosse-autos/#respond Sun, 04 Jul 2021 02:58:55 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=3754 Der Kraftstoffverbrauch von PKW in Australien liegt über dem weltweiten Durchschnitt, aufgrund größerer und weniger effizienter Fahrzeuge.

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Wenn man mehr Zeit in Australien verbringt als nur einen Kurzurlaub oder eine Geschäftsreise, werden man vielleicht feststellen, dass der Kraftstoffpreis in Australien im Vergleich zu den meisten Ländern der Welt sehr niedrig ist und viele große Autos auf australischen Straßen unterwegs sind. Vor allem die allgegenwärtige “Ute“. Darüber hinaus ist eine „Hoon-Kultur“ von „Auto-Enthusiasten“ sehr ausgeprägt. Hat das alles Auswirkungen auf den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch. Ich wollte es herausfinden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat 2019 einen Bericht veröffentlicht, der sich unter anderem dieser Frage widmet („Fuel Economy in Major Car Markets: Technology and Policy Drivers 2005-2017“). Dieser Bericht untersucht den Kraftstoffverbrauch von neu zugelassenen leichten Kraftfahzeugen (light-duty vehicles – LDV) weltweit von 2005 bis 2017. LDVs sind eine Kategorie, die als Pkw und leichte Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen definiert ist. Zur besseren Lesbarkeit verwende ich den Begriff ‘PKW’ für LDV.

Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch weltweit mit am höchsten

Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch zwischen den untersuchten Ländern unterscheidet sich stark und liegt zwischen 5,2 l/100 km und 8,9 l/100 km. Ein großer Unterschied ist zu sehen zwischen

  • fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einem Kraftstoffpreis unter USD 1/l –
    Australien, Kanada und die USA, mit einem Kraftstoffverbrauch im Bereich von 7,9 bis 9 l/100 km liegt

und

  • fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen über 1 USD/l –
    Europäische Union, Türkei, Japan und Korea, mit einem Kraftstoffverbrauch pro Kilometer zwischen 5,2 und 6,5 l/100 km.
Tabelle: LDV-Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugeigenschaften nach Land, 2017
LDV-Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugeigenschaften nach Land, 2017
Quelle: IEA-Analyse basierend auf der IHS Markit-Datenbank (IHS Markit, 2018).

Australien verbraucht weit mehr als der weltweite Durchschnitt, was auf größere und daher weniger effiziente Fahrzeuge zurückzuführen ist.

Australien hatte 2017 einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 7,9 Liter/100 km, während z.B. Deutschland bei 5,9 l, Italien bei 5,2 l und die USA bei 8,6 l/100 km lag. Das bedeutet, dass australische PKWs pro 100 km rund 52 % mehr Kraftstoff verbrauchen als PKWs in Italien und 34 % mehr als in Deutschland.

Grafik: Kraftstoffverbrauch im Verhältnis zum BIP und Kraftstoffpreis (2016) für ausgewählte Länder, 2017
Kraftstoffverbrauch im Verhältnis zum BIP und Kraftstoffpreis (2016) für ausgewählte Länder, 2017
Quelle: IEA-Analyse basierend auf der IHS Markit-Datenbank (IHS Markit, 2018); Weltbank (2018) für das Pro-Kopf-BIP (2017) für Kraftstoffpreise

Schwerere und größere Fahrzeuge

Fortgeschrittene Länder mit relativ geringer Bevölkerungsdichte und niedrigen Kraftstoffpreisen haben einen größeren Anteil an SUV/Utes als andere fortgeschrittene Volkswirtschaften. Dies gilt insbesondere für Australien, wo 2017 etwa 30 % des Autoabsatzes große SUVs (wie z. B. Ford F-150, Toyota Hilux, BMW X5, Isuzu D-Max oder Audi Q7) waren. Kleine SUV/Utes (wie Toyota RAV4, Honda CR-V) hingegen machten 29 % aus. Dahingegen haben die Europäische Union, Japan und Korea mit viel höherer Bevölkerungsdichte und höheren Kraftstoffpreisen durchschnittlich kleinere Fahrzeuge. In Japan hatten große SUVs 2017 nur einen Marktanteil von 2 % und kleine SUV nur 9 %. In Deutschland, Frankreich, Korea und Großbritannien machten große SUVs weniger als 5 % des Pkw-Marktes aus.

Auch das Fahrzeuggewicht korreliert eng mit dem Kraftstoffverbrauch. 70 % der 2017 in Australien verkauften Neuwagen wogen mehr als 1,4 Tonnen. Damit gehört Australien zu den Märkten mit dem höchsten durchschnittlichen Fahrzeuggewicht der Welt. Im Gegensatz dazu wogen rund 70 % der Neuwagen in Frankreich und Italien weniger als 1 400 kg und waren damit die kraftstoffsparendsten unter den untersuchten Ländern.

Darüber hinaus stellte der Bericht fest, dass Stadtautos in der Europäischen Union 15 % effizienter sind als vergleichbare Autos in Australien. Generell lässt sich sagen, dass der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch in fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen über 1 USD/l effizienter ist als in Marktsegmenten ähnlicher Fahrzeuggrößen in Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen unter 1 USD/l.

Kraftstoffverbrauch sinkt langsamer

Zwischen 2010 und 2017 verbesserte sich der durchschnittliche Gesamtkraftstoffverbrauch in fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen über 1 USD/l um 15 % und in fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Kraftstoffpreisen unter 1 USD/l nur um 9,5 %.

Zwischen 2015 und 2017 verlangsamte sich die Verbesserungsrate des Kraftstoffverbrauchs jedoch weltweit auf 1,4 % pro Jahr. Und in fortgeschrittenen Volkswirtschaften sogar nur auf 0,2 % pro Jahr. Zu den wichtigsten Treibern der jüngsten Entwicklungen gehört der rapide Rückgang des Dieselabsatzes in mehreren großen Fahrzeugmärkten. Dies ist in Europa am bemerkenswertesten. 2017 waren weltweit 76 % der verkauften Neuwagen Benziner und knapp 17 % Diesel.

Auch die wachsende Nachfrage der Verbraucher nach größeren Fahrzeugen ist ein wichtiger Faktor. Australien hat einen besonders hohen Marktanteil von SUVs sowie Utes und lag 2017 bei 60 %.

Verbindliche Kraftstoffverbrauchsnormen wirken sich aus

Die Verbesserungsrate des Kraftstoffverbrauchs war in Ländern nach Umsetzung von Kraftstoffverbrauchsstandards oder effizienzbasierten Kaufanreizen um fast 60 % höher als in Ländern ohne Standards und Anreize. Die höhere Rate spiegelt sich auch in dem höheren Marktanteil elektrifizierter Fahrzeuge (Hybride, Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge, batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge wider. Regulierte Länder sind unter anderem Kanada, China, die Europäische Union, Japan, Korea oder die Vereinigten Staaten. Wohingegen Australien keine Vorschriften hat, aber einige Anreize wie Brasilien, Chile, Malaysia, Südafrika, Thailand und die Türkei.‎

‎Kraftstoffsparende Technologie – Turboaufladung‎

‎Turbolader ermöglichen die Rückgewinnung von Energie aus Abgasen. Dadurch kann der Motor während des gesamten Antriebszyklus näher an seiner optimalen Effizienz arbeiten. Darüber hinaus können Fahrzeuge mit der gleichen Nennleistung mit geringerem Hubraum und geringerem Motorgewicht produziert werden, wodurch der Kraftstoffverbrauch weiter reduziert wird.‎

‎Dennoch ist die Verbreitung von Turboladern in Benzinmotoren in Australien geringer, wo der Hubraum nach wie vor viel größer ist als anderswo. Der geringere Anteil an Turbobenzinern in Australien könnte zum Teil auf generell niedrigere Kraftstoffoktanwerte zurückzuführen sein.‎

Elektrifizierung wird entscheidend sein‎

‎Die Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen wird von entscheidender Bedeutung sein, um sicherzustellen, dass der Kraftstoffverbrauch effektiv verbessert werden kann. Länder mit derzeit hohen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchswerten, wie Australien, könnten am meisten von der Elektrifizierung profitieren, da die Effizienz der elektrifizierten Fahrzeuge weniger von Größe und Gewicht abhängt.‎

‎Die Nutzung kraftstoffsparender elektrischer Antriebstechnologien (hybrid, plug-in-hybrid und batterieelektrisch) ist in Ländern mit Vorschriften und Anreizen höher als in Ländern ohne. Der Marktanteil bei elektrischen Antrieben erreichte 2017 nur 1,1 % in Australien, wo es keine Bundesvorschriften für den Kraftstoffverbrauch gibt, obwohl mehrere Bundesstaaten Anreize bis zu 4 % des Fahrzeugpreises bieten‎‎(Queensland Government, 2018; NSW Government, 2018‎‎).‎

‎Keine klare Politik ‎

‎Leider gibt es in Australien keine klare Politik in Bezug auf Elektrofahrzeuge (EVs). Ein Flickenteppich widersprüchlicher Vorschriften und Straßenbenutzungsgebühren zwischen Staaten und Territorien hemmt die Verbreitung von Elektrofahrzeugen.‎

Erst kürzlich hat der australische Minister für “Emissionsreduktion”, Angus Taylor, eine Politik ausgeschlossen, die anderswo zum Anreiz zum Kauf von Elektrofahrzeugen eingesetzt wird. Diese Maßnahmen könnten direkte Subventionen für Verbraucher umfassen oder ein Verbot des Verkaufs neuer Autos mit fossilen Brennstoffen ab 2030 oder 2035, wie in Deutschland, Großbritannien, Indien, Thailand und Japan zugesichert. Stattdessen gibt die australische Bundesregierung Milliarden Dollar für Subventionen für die riesigen Utes ‎‎aus, die den australischen Autoabsatz dominieren.‎

‎Allerdings ist ab Mai 2021 für Bewohner von Canberra, die Elektro- und andere emissionsfreie Fahrzeuge kaufen, automatisch die Zulassung für zwei Jahre frei. Das australische Hauptstadtterritorium verzichtet bereits auf die Steuer auf den Kauf von sauberen Autos. Weiterhin verspricht sie Haushalten und gemeinnützigen Organisationen zinslose Kredite von bis zu 15.000 Dollar für den Kauf von Elektrofahrzeugen.

‎Andererseits verabschiedete das viktorianische Parlament im Mai 2021 die erste Straßennutzungsgebühr des Landes – eine Steuer auf jeden gefahrenen Kilometer – für Elektrofahrzeuge und Hybride. Die Regierung argumentiert, dass sie eine neue Steuer auf Elektrofahrzeuge erheben musste, weil die Fahrer dieser Fahrzeuge ja keine Steuer auf Kraftstoff zahlen. Das macht ungefähr so viel Sinn wie die Besteuerung von Nikotinpflastern auf der Grundlage, dass diejenigen, die das Rauchen aufgeben, keine Tabaksteuer mehr zahlen.‎

‎Aber die Regierung von New South Wales hat gerade angekündigt, dass sie auf die Steuer auf den Kauf von Elektrofahrzeugen verzichten wird. Weiterhin wird sie Subventionen für 25.000 Neuanschaffungen gewähren. Dies sei Teil einer 490-Millionen-Dollar-Strategie, um die Nutzung von Elektrofahrzeugen voranzutreiben.‎

Schlussfolgerung‎

‎Die australische Buschfeuersaison 2019/20 war ein enormes klimatisches Ereignis. Infolgedessen entstanden die größten Waldbrände, die Australien je gesehen hat. Gleichzeitig gehört Australien zu den Ländern der Welt mit dem höchsten durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch und den höchsten CO2-Emissionen pro km. Dies zu ändern bedeutet, die Zahl der Elektrofahrzeuge zu erhöhen. Eine Straßenbenutzungsgebühr für Elektrofahrzeuge sollte viele, viele Jahre nicht auf dem Plan sein. Nicht jetzt und nicht bevor Australien einen vernünftigen Markt für Elektrofahrzeuge und das richtige Maß an Angebot hat. Die Nutzung von Elektrofahrzeugen muss mehr gefördert werden.‎

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Made in Australia https://goaustraliatours.com/made-in-australia-2/ https://goaustraliatours.com/made-in-australia-2/#respond Thu, 08 Oct 2020 03:43:47 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=3427 Made in Australia - in Australien allgegenwärtig. Aber welche Bedeutung hat das einst florierende produzierendes Gewerbe heute?

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In Deutschland hatten wir einen Filmprojektor der Marke ‘Hanimex’. Dies ist die Kurzform für Hannes Import Export, welcher in Australien Kameras, Objektive und andere Fotoausrüstung vertrieb. Obwohl die Projektoren nicht “Made in Asutralia” wurden, gab es in unserem Haushalt eine australische Marke. Das einzige andere australische Produkt, an das ich mich erinnern kann und das wir später regelmäßig kauften, war Rotwein.

If you had asked anyone those days about Australia, you would have received an answer which possibly contained words like kangaroo, koala, Sydney, crocodile, snake, Ayers Rock, convict, barbecue, steak or Quantas. But the name of anything made in Australia?

Wenn man damals jemanden nach Australien gefragt hätte, hätte die Antwort möglicherweise Wörter wie Känguru, Koala, Sydney, Krokodil, Schlange, Ayers Rock, Sträfling, Barbecue, Steak oder Quantas enthalten. Aber keiner kannte Produkte, die in Australien hergestellt wurden.

Aussie, Aussie, Aussie

Australier glaubten (und glauben immer noch), dass “Australian Made” ein Ausdruck für Qualitätsprodukte ist. Und dieses Gefühl wurde von der Industrie stark gefördert. Als ich 1993 zum ersten Mal nach Australien kam, konnte man überall alle Arten von Logos sehen – oft mit einer australischen Flagge – die den australischen Ursprung maßgeblich herausstellten. Für mich war das nicht leicht nachzuvollziehen.

Es war (und ist zum Glück immer noch) mehr oder weniger undenkbar, dass man in Deutschland auf so vielen Produkten die deutsche Flagge platzieren würde. Besonders zusammen mit Aussagen wie ‘stolz deutsch’, ‘im Besitz von Deutschen’ oder ‘In deutschem Besitz und stolz darauf’. In den ‘1000 Jahren’ zwischen 1933 und 1945 wurde das Deutschtum so stark nationalistisch zu Geltung gebracht, dass es für weitere 1000 Jahre reicht. Darüber hinaus frage ich mich auch, was Menschen anderer Länder sagen würden, wenn sie heute solche Aussagen auf deutschen Produkten finden würden.

Logos of Made in Australia in the 90s
Logos von “Made in Australia” in the 90zigern

And since then, Australia has even extended it’s labelling of “Made in Australia”.

Und seitdem hat Australien die Kennzeichnung ‘Made in Australia’ sogar noch erweitert.

Herkunftskennzeichnung für in Australien verkaufte Lebensmittel

2016 hat die australische Regierung ein Gesetz eingeführt, nach dem Lebensmittelunternehmen den Prozentsatz der australischen Zutaten angeben müssen sowie, ob das Produkt in Australien erzeugt, hergestellt oder angebaut wurde. Infolgedessen müssen die meisten Lebensmittel in Australien jetzt eine entsprechende Angabe enthalten. Diese Regelung betrifft jedoch hauptsächlich die ‘Australianness’ von Produkten und sagt nicht über die Herkunft der wichtigsten importierten Zutaten.

Variations of country of origin labels (golden kangaroo in triangle)
Variationen der Herkunftsbezeichnungen

Darüber hinaus können Lebensmittelunternehmen behaupten, dass ihr Produkt in Australien hergestellt wird, wenn das Lebensmittel nur in Australien verarbeitet wird. Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Zutaten tatsächlich aus Australien stammen. Z.B. Hersteller, die vollständig importiertem Schweinefleisch in Australien nur Salzwasser hinzufügen, können als “Made in Australia” bezeichnen

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter mehr als 20.000 Abonnenten von CHOICE gaben fast alle Befragten an, dass es für sie wichtig sei, zu wissen, woher die von ihnen gekauften Lebensmittel und Getränke stammen. Wenn eine Herkunftsbezeichnung auf Lebensmitteln ‘Hergestellt in Australien aus 0 % australischen Zutaten’ angibt, macht es meiner Meinung nach schon einen Unterschied, woher die Zutaten stammen.

“Made in Australia”-Kampagne und Zolltarife

Auch Non-Food-Unternehmen bewerben ihre Produkte immer noch regelmäßig als “Made in Australia” oder stellen heraus, dass ihre Firma im Eigentum von Australiern sei. Sie hoffen, dass dies bei Australiern zur Unterstützung australischer Produzenten und somit zur Steigerung des Umsatzes führen wird.

Neben der Kennzeichnung wurde die Herstellung von Gütern in Australien durch protektionistische Zölle erheblich unterstützt. Das machte australische Produkte gegenüber Importen billiger und damit wettbewerbsfähiger. Infolgedessen erreichte die australische Produktion hinter diesen Zollschranken in den 60er Jahren ihren Höhepunkt. Zum Beispiel hatte die Autoindustrie ein Zollniveau von über 200 Prozent. Das Schutzniveau war auch in den 1970er und 1980er Jahren immer noch hoch.

Ich war sehr überrascht, als ich die exorbitanten Preise für importierte Autos sah, als ich 1993 zum ersten Mal nach Australien kam. Ein VW Golf z.B. war in Deutschland ein Standardauto, das weitgehend erschwinglich war. Hier in Australien war es ein Luxusartikel.

Aber die Zolltarife waren ein zweischneidiges Schwert. Der Effekt war nicht nur, dass importierte Produkte teurer waren, sondern auch, dass die Preise für australische Produkte über ein ‘normales’ Wettbewerbsniveau stiegen und die Inflation in die Höhe trieben. 1974 wurde die Marke von 15 % überschritten. Dementsprechend mussten die Australier für minderwertige lokale Produkte einen hohen Preis zahlen. Normalerweise sollten Zollschranken im Laufe der Zeit allmählich verringert werden, da Unternehmen lernen, miteinander zu konkurrieren, ihre Produktivität zu verbessern und sich dem internationalen Wettbewerb zu stellen. Aber das ist nicht passiert.

Eher hatten die Produzenten das Gefühl, auf einer Insel der Glückseligen zu leben, und waren geschickt darin, politisch immer höhere Zölle durchzusetzen.

Zollsenkungen wirkten sich destruktiv aus

Ende der 80er und Anfang der neunziger Jahre kehrte Australien seine Politik um und baute Zollschranken weitgehend ab. Für das verarbeitende Gewerbe war es verheerend. Die Branche war dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt, einige gingen bankrott und andere ins Ausland. Das verarbeitende Gewerbe in Australien schrumpfte von rund 30 Prozent auf rund 6 Prozent des BIP. In den späten 1980er Jahren war das verarbeitende Gewerbe mit 16,5 Prozent der Belegschaft der größte Arbeitgeber in Australien. Mittlerweile arbeiten weniger als 1 Million Menschen in der Branche, was 6,4 Prozent der Arbeitsplätze entspricht.

Graphic: Manufacturing share of GDP in Australia

Australiens umfangreiche Bodenschätze sowie andere Primärprodukte wie die Landwirtschaft machen jetzt etwa drei Viertel seiner Warenexporte aus. Mit anderen Worten Australien gräbt seine Rohstoffe einfach aus dem Boden und schickt sie dann in andere Länder. Dort werden sie anschließend zu Mehrwertprodukten verarbeitet, die Australien danach wieder einführt.

 Das Ende der Automobilproduktion in Australien

Im Oktober 2017 wurde in Australien die letzte Autofabrik dichtgemacht. Nach 100 Jahren Autoherstellung in Australien schloss der australische Außenposten von General Motors, Holden, seine Türen. Vor Holden hatten bereits Ford, Toyota und Mitsubishi die Produktion von Autos in Australien eingestellt. Nicht nur der harte internationale Wettbewerb musste dafür verantwortlich gemacht werden, sondern auch, dass die Hersteller die Änderung des Käuferverhaltens nicht sahen.

Der australische Verbraucher bevorzugte lange Zeit 6- und 8-Zylinder-Limousinen wie den Holden Commodore mit einer Corvette V8 und den Turbo Ford Falcon. Dann stiegen der SUV und sparsamere Fahrzeuge mit kleineren Motoren in der Beliebtheitsskala – und lokale Hersteller und ihre brüllenden Motoren wurden von den Einkaufslisten der Käufer gestrichen.

Im Februar 2020 wartete Holden mit weiteren traurigere Nachrichten auf für alle, die Fans von großen V8-Motoren, massiven Burnouts und gelegentlichen Utes sind: Holden wird den Laden 2021 dichtmachen. Vertrieb, Design und Engineering für die Marke werden vollständig eingestellt, was den letzten Schlag für die Automobilindustrie dieses Landes darstellt. Ein von GM angegebener Grund war, dass sie die Herausforderungen der Investitionen nicht bewältigen konnten, die für den stark fragmentierten Markt für Fahrzeuge mit Rechtslenkung erforderlich sind.

Abhängigkeit von Importen

Die wirtschaftlichen Shutdowns infolge der Coronavirus-Pandemie hat die Verwundbarkeit der australischen Handelswege deutlich gemacht. Die Abhängigkeit von Industriegütern aus dem Ausland und insbesondere die übermäßige Abhängigkeit Australiens von Lieferungen aus China wurden deutlich.

Im Juni oder Juli konnte man bei großen Einzelhändlern wie K-Mart, Target oder sogar JB-Hifi das Gefühl bekommen, dass sie kurz vor der Aufgabe standen. In den Regalen klafften große Lücken, was nahezu alle Arten von Waren betraf. Sogar Ausstellungsstücke waren weg. Und jetzt im Oktober ist die Situation nicht viel besser. Viele Produkte sind einfach nicht verfügbar oder es dauert Wochen, bis man sie bekommen kann. Das erinnert mich an Zeiten, als ich ein Teenager war, als viele Produkte generell nur auf Bestellung verfügbar waren und man ebenfalls wochenlang auf die Lieferung warten musste.

Scheinbar australische Produkte

Infolgedessen wird auch deutlich, dass es unechte, angeblich „Australian Made“ -Produkte gibt.

R.M. Williams zum Beispiel kann als australische Warenikone angesehen werden. Die Firma hat eine ziemlich lange Geschichte in der Herstellung hochwertiger Schuhe, insbesondere von Chelsea-Stiefeln (locker sitzende, knöchelhohe Stiefel mit elastischer Seitenwand), aber auch von Reitstiefeln und anderen. Ich habe selber zwei Paar Stiefel von R.M. Williams und ich liebe sie.

Auf der R.M. Williams-Webseite bekommt man den Eindruck, dass ihre Produkte in Australien hergestellt werden, aber das ist nicht immer der Fall. Außer Stiefel und Lederwaren werden die meisten anderen Produkte von R. M. Williams außerhalb Australiens produziert, hauptsächlich in China und Südostasien. Und R.M. Williams gehört nicht einmal mehr Australiern. Im Jahr 2014 erwarb das Luxusmodehaus Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) R.M. Williams.

Auch andere bekannte australische Schuhhersteller wie Blundstone und Baxter Boots stellen noch einige Stiefel in Hobart und Goulburn her. Die meisten werden jetzt jedoch in China, Vietnam und Indien produziert. Blundstone hat auch eine Fabrik in Mexiko für den nordamerikanischen Markt eröffnet.

Und was könnten die Zukunftsaussichten sein?

In diesen Covid-19-Zeiten sprechen viele Leute davon, die Produktionsbasis Australiens wiederherzustellen, die es einmal hatte. Dies würde aber wieder in großem Umfange Zollschranken erfordern. Und das wäre nicht billig. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze Australiens in erster Linie beeinträchtigen, weil die Zölle wie eine Steuer auf die Bevölkerung wirken würden. Man muss sich nur die USA heute oder die Zeiten der protektionistischen Ära Australiens ansehen.

Australien ist der weltweit größte Exporteur von Gas und Kohle. Daher betrachtet die derzeitige nationale Regierung Kohle und Gas als das Hauptmittel für die Erholung der von COVID-19 betroffenen Wirtschaft und auch für die Versorgung mit billiger und zuverlässiger Energie. Meiner Meinung nach ist dies kein wirklich nachhaltiger Weg. Der Rückgang des Kohleverbrauchs in China und das Vorgehen gegen die Umweltverschmutzung dort lassen auf düstere Aussichten für Kohle- und Gasexporteure wie Australien schließen. Die australische Industrie könnte jedoch von einem Schwenk hin zu sauberen und umweltfreundlichen Technologien profitieren.

 Australien – eine Supermacht für erneuerbare Energien

Australien hat eine lange Küste, intensiven Sonnenschein, eine stabile Gesellschaft und zuverlässige Regierungen. Daher wäre es ein ideales Land, um weltweit führend bei großflächigen und kostengünstigen Infrastrukturen und Energiespeichern für erneuerbare Energien zu werden. Australien könnte eine Supermacht für erneuerbare Energien werden. Das Wachstum dieser Branche erfordert jedoch staatliche Unterstützung und eine gut konzipierte, parteiübergreifende Politik, die langfristig Bestand hat. Kurzfristige politische Unterstützung wird nicht ausreichen, um eine so florierende Branche zu schaffen. Aber es gibt immer noch viele Leute, die sagen: ‘Nein, wir müssen unseren kohlebefeuerten Strom behalten.’ Ich bin der Meinung, dass Australien diese kulturelle Auseinandersetzung um den Klimawandel überwinden und diese einmalige Gelegenheit nutzen muss.

Eine weitere Option wäre die Förderung von Innovationen mit Forschungs- und Entwicklungsanreizen. Es wurde schon einmal gemacht. Und innovative Produkte erfordern hochqualifizierte Arbeitskräfte. Dies sind vor allem die Arten von Produkten, die andere Länder mit niedrigeren Löhnen einfach nicht nach dem gleichen Standard produzieren können.

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Wahlkampf in Australien https://goaustraliatours.com/wahlkampf-in-australien/ https://goaustraliatours.com/wahlkampf-in-australien/#respond Tue, 30 Apr 2019 02:07:03 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=2130 Im australischen Wahlkampf wenden die Kandidaten die klassischen Rezepte an. Ein 6-Punkte-Programm zum Erfolg (oder auch nicht).

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Bild: “The Chaser”

Der Wahlkampf hat begonnen. Gemäß der australischen Verfassung müssen die Wahlen zum Repräsentantenhaus mindestens alle drei Jahre stattfinden. Der Premierminister legt den Termin für eine Wahl fest. Die nächste Wahl in Australien findet am Samstag, 18. Mai 2019 statt.

Bald der sechste Premierminister in 6 Jahren?

Der derzeitige Premierminister ist Scott Morrison, das kann sich jedoch jederzeit ändern. Zwischen 2013 und heute hatte Australien 5 verschiedene Premierminister.

John Howard war der letzte Premierminister, der eine volle Amtszeit ausübte. Er gewann die Wahlen von 2004 und führte seine Partei zu den Wahlen von 2007, verlor jedoch. Seitdem wurden die fünf folgenden Ministerpräsidenten entweder von den Fraktionen ihrer eigenen Parteien zur Hälfte aus dem Amt gewählt, sie haben das Amt unter diesen Umständen in der Mitte übernommen oder beides.

Komplexes Wahlsystem

Das Wahlsystem Australiens ist nicht leicht zu verstehen. Ich habe noch niemanden getroffen, der erklären könnte, wie die Wahl im einzelnen funktioniert, was genau der Unterschied zwischen dem Senat und dem Repräsentantenhaus ist und wofür die Parteien konkret stehen. Vielmehr ist das Wahlsystem so komplex, dass selbst der Chef der australischen Wahlkommission (AEC) nicht einmal zu wissen scheint, wie es funktioniert.

So musste ich mich selbst in die Dokumente der Wahlkommission einlesen.

Da das Wahlsystem die größeren Parteien bevorzugt, wird die Regierung entweder von der Australian Labor Party (ALP) oder der Liberal National Party (LNP – eine Koalition der “Liberal Party of Australia” und dem Junior-Partner der “National Party of Australia“) gebildet.

Frauen im Parlament

Wenn man über Australien liest (z. B. in touristischen Broschüren usw.), stößt man fast immer auf die Aussage, dass Australien zu den ersten Ländern gehörte, die das Wahlrecht auf nationaler Ebene gewährten. Dennoch dauerte es weitere 40 Jahre, bis eine Frau einen Wahlkampf in einem Wahlkreis gewonnen hat und in das nationale Parlament einzog.

Und gerade in der konservativen LNP sind Frauen immer noch stark unterrepräsentiert. Etwa ein Fünftel der liberalen Abgeordneten und 1/7 der Nationalen Abgeordneten sind Frauen. Labor erreicht fast 50 % und die Grünen genau 50 %:

Chart - Composition of 45th parliament
Zusammensetzung des 45. Parlaments nach Partei und Geschlecht
(Quelle: Parliament of Australia)
Was man tun muss, um die Wahl zu gewinnen

Obwohl die LNP nach jahrelangen Regierungs- und internen Parteifehden bereits weit in der Wählergunst zurücklag, hat sie in der letzten Umfrage den Abstand zu Labor verringert, was Labor einen Vorsprung von 51% bis 49% verschafft. Um sich nun einen komfortablen Vorsprung zu verschaffen, machen beide Parteien bzw. deren Kandidaten im Wahlkampf nun das, was Kandidaten in solchen Situationen immer tun.

Eine Anleitung

1. Geben Sie vor, die Probleme der Arbeiter zu verstehen – wie ein Mann des Volkes

Als Parteivorsitzender, der Premierminister (oder zumindest Minister) werden möchte, müssen Sie so tun, als ob Sie einer Ihrer Wähler “einer von Euch” sind (selbst wenn Sie weit davon entfernt sind). Besuchen Sie ein Fabrikgelände oder eine ländliche Gegend, tragen Sie eine Warnweste, einen Helm oder eine ähnliche Arbeitskleidung, fahren Sie mit einer beliebigen Maschine wie einem Gabelstapler usw., und sprechen Sie über die Probleme der Menschen, die Sie gerade getroffen haben, oder über Bruce, der Mann der gerade an Ihrer Seite steht.

2. Normal sein – viel Bier trinken und Wurst essen

Ein weiterer Akt in dem Stück ‘Sei ein Mann des Volkes’. Da es sich in Australien immer noch hauptsächlich um ein Patriarchat handelt, muss sich der Kandidat wie ein normaler Mann verhalten – Bier trinken, Würstchen oder anderes Fleisch essen und Sport treiben (oder zumindest – wieder – so tun).

3. Zeigen Sie sich als Familienmensch

Als Familienmensch und ‘Mann des Volkes’ müssen Sie Ihre Familie, Haustiere (und in Australien vor allem Hunde), andere Menschen auch (insbesondere Kinder) und Sport im Allgemeinen lieben. Zeigen Sie das bei jeder Gelegenheit, bei der die Medien dabei sind.

4. Versprechen Sie, dass alles besser wird, wenn Sie an der Macht sind

Versprechen Sie mehr Geld, mehr Arbeitsplätze, weniger Steuern und allgemein bessere Lebensbedingungen, wenn Sie die Wahlen gewinnen. Zusätzlich können Sie noch große neue Projekte zum Wohle des Landes: ankündigen.

Shorten verspricht Milliardenbeträge für Zahnarztrechnungen für Senioren, Kinderbetreuung und Lohnerhöhungen  

Koalition kündigt Ausgaben für Veteranen in Höhe von 63 Millionen Dollar vor Wahlpause am Anzac Day an

Labor verspricht zusätzliche 100 Millionen Dollar für Upgrades der schlechtesten Straßen in NSW

Koalition kündigt 100-Millionen-Dollar-Aktienfonds an, um in kleine Unternehmen zu investieren  

Labor kündigt strengere Regeln für Visa für Fachkräfte an

LNP: 5 Millionen Dollar für australische Innovation zur Verringerung der Demenzschmerzen  

Verdienende mit hohem Einkommen würden im Rahmen der von der Regierung geplanten Steuerermäßigungen 77 Mrd. AUD erhalten

Labor verspricht $ 107 Mio. zur Bekämpfung indigener Benachteiligung im Justizsystem

LNP verspricht mehr Möglichkeiten zum Fischen für alle Australier  

Eine wiedergewählte Morrison-Regierung wird bis zu einer Milliarde Dollar investieren, um die Verteidigungsfähigkeiten zu erhöhen

LNP: Mehr Dürreunterstützung für Landwirte und Regionen

Labor verspricht 200 Millionen Dollar für Medicare

LNP: Neue Gesundheits- und Krankenhauserweiterung für 8 Millionen Dollar in Victor Harbor

ALP: 100 Millionen Dollar für TAFE-Upgrades

Die Morrison-Regierung investiert über einen Zeitraum von drei Jahren zwischen 2019 und 2020 1,65 Millionen Dollar in ein aufregendes Programm, um das Leben junger Aborigines und der Bewohner der Torres Strait Insel zu verbessern

ALP: Steuervergünstigung für Arbeitnehmer – bis zu 1.063 AUD pro Jahr.

LNP: Mehr als 400.000 Dollar für Gemeinschafts-Sportanlagen in Hasluck  

Die Erhaltung der historisch bedeutenden Stätten und Wahrzeichen Australiens wird durch eine Investition von 6 Millionen Dollar von der Morrison-Regierung gestärkt

… und viel viel mehr Versprechen …

Man fragt sich bei all den Versprechungen, was die Regierung in der vergangenen Amtszeit dann getan hat.

5. Greifen Sie die Opposition an, wann und wie immer möglich

LNP: Schwarzes Loch bezüglich Kosten von über 3 Milliarden Dollar, da Bill Shorten Kosten für die Zahnarztpolitik nicht erläutern kann.  

Morrison greift die Labor-Politik für Elektrofahrzeuge an: ‘Bill Shorten möchte das Wochenende beenden, wenn es um seine Politik in Bezug auf Elektrofahrzeuge geht, wohingegen es Australier gibt, die es lieben, dort draußen in ihren Allradfahrzeugen zu sein.’ 

LNP: Bill Shorten muss uns hinsichtlich Liste gefährdeter Fahrzeuge reinen Wein einschenken. 

‘Dafür steht die Labor Party’, sagte der Premierminister, ‘Lügen und Steuern!’ 

LNP: Labor sollte sich für Grippe-Angst-Kampagne entschuldigen

Josh Frydenberg (Finanzminister) sagt, Labor plant neue Steuern in Höhe von 387 Milliarden Dollar  

‘Sie werden mit Flöhen aufstehen’: Bill Shorten greift Liberalen-Deal mit Clive Palmer an

Es scheint, dass die Morrison-Regierung weitaus mehr schlecht begründete und / oder übertriebene Angriffe auf Labor startet als umgekehrt. Und die Liberale Partei hat mit ihrer ‘Furcht’ -Kampagne bereits alle sozialen Medien zugepflastert. Darüber hinaus wird die liberale Regierung stark von Rupert Murdochs News Corp Australia unterstützt, die fast drei Viertel der Tageszeitungen in den Metropolen besitzt und somit großen Einfluss auf die öffentliche Meinung in Australien hat.

6. Kopieren Sie andere erfolgreiche Kampagnen

Führen Sie schließlich eine Art US-amerikanischen Wahlkampf mit Menschen hinter sich, die das gesamte Spektrum der Wähler repräsentieren:

Election time song:

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Plastiktüten Verbot https://goaustraliatours.com/plastiktueten-verbot/ https://goaustraliatours.com/plastiktueten-verbot/#respond Tue, 31 Jul 2018 10:52:06 +0000 https://goaustraliatours.com/?p=1374 Plastiktüten Verbot in Australien, worüber regen sich so viele Menschen auf? Was ist so schwierig daran, Mehrwergtaschen zu benutzen?

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In den australischen Bundesstaaten Queensland und Western Australia sowie in Victoria und New South Wales war es ganz normal, dass man Kunden großer Supermärkte mit Einkaufswagen voller Einweg-Plastiktüten sah. Oft mehr als einige Dutzend Tüten je Einkauf. Diese Plastiktüten landeten normalerweise auf Deponien oder konnten irgendwo in der australischen Natur gefunden werden, dort vom Wind hingetragen oder einfach von Menschen weggeworfen.

Seit dem 1. Juli 2018 haben Queensland und Western Australia leichte Plastiktüten für den einmaligen Gebrauch von großen Einzelhändlern verboten. Sie folgen dem Australian Capital Territory (ACT), South Australia und Tasmanien. Victoria wird folgen. Nur für New South Wales ist kein Plastiktüten Verbot in Sicht.

Die beiden großen Supermarktketten Woolworth und Coles sind auf den Zug aufgesprungen und haben angekündigt, nur wenige Wochen vor Inkrafttreten der Gesetzgebung von Queensland und Westaustralien Einwegplastiktüten auslaufen zu lassen. Aber die Entscheidung wird sich auch auf die Läden in New South Wales und Victoria auswirken.

Obwohl es so aussieht, als wären die beiden großen Supermarktketten diesen Schritt nicht gegangen, wenn die Mehrheit der Staaten die entsprechenden Gesetze nicht eingeführt hätte, sollte dieser Zug mehr als begrüßt werden. Woolworths allein gab 3,2 Milliarden leichte Plastiktüten pro Jahr aus. Das Verbot von Plastiktüten bezieht sich allerdings nur auf Einweg-Plastiktüten, die dünner als 0,035 Millimeter sind!

Aber nicht jeder begrüßte das Plastiktüten-Verbot:

“Woolworths gab in einer Schock-Ankündigung am Freitagnachmittag bekannt, dass es in Kürze die Plastiktüten in den Supermärkten auslaufen lassen würde”

“Coles hat Einweg-Einkaufstaschen aus Kunststoff aus seinen Geschäften gestrichen”

“Überladene wiederverwendbare Taschen, die den Kunden Verletzungen zufügen und den Physiotherapeuten die Last aufbürden.”

“Sinnloses Verbot. Viele sehen sich jetzt zum ersten Mal mit der Aussicht konfrontiert, Müllbeutel zu bezahlen. “

“Verkäufer an der Gurgel gepackt”, als Australien-Verbot beginnt

“Man kann wiederverwenbaren Plastiktüten nicht überall hin mitnehmen”

Der durchschnittliche Australier verbraucht jedes Jahr 170 Plastiktüten. 150 Millionen davon landen als Abfall, nur 3% von ihnen werden derzeit recycelt und 200.000 Tüten werden stündlich deponiert.

Daher ist es für die Australier in der Tat ein Schock, dass sie ihre Lebensmittel nicht mehr kostenlos in Einweg-Plastiktüten verpacken lassen können. Infolgedessen findet man viele Artikel in den Medien und offizielle Dokumente, wie man mit dem Plastiktüten Verbot fertig wird – oh was für ein Problem.

Ich persönlich verstehe nicht, warum so ein Buhei darum gemacht wird und frage mich, wie die Kunden von ALDI all die Jahre ohne diese Plastiktüten überstanden haben? Vielleicht hatten sie alle Verletzungen, die durch wiederverwendbare Taschen verursacht wurden. Der Aufschrei scheint von Menschen zu kommen, die Veränderungen gerne hassen.

In Deutschland ist es seit Jahrzehnten völlig normal, eigene wiederverwendbare Einkaufstaschen mitzunehmen oder, wenn es einem nichts ausmacht, Geld für eine dickere wiederverwendbare Plastiktüte auszugeben. Außerdem habe ich hier in Australien immer eine kleine Plastiktasche bei mir (die kaum Platz benötigt) und einen faltbaren Einkaufskorb samt Baumwollbeutel im Kofferraum meines Autos. Ich kann mich nicht einmal an das letzte Mal erinnern, als ich im Supermarkt eine Plastiktüte für meine Einkäufe bekommen habe.

Und es funktioniert, auch in Australien. Eine Überprüfung des Tütenverbots des ACT im Jahr 2014 ergab, dass der jährliche Plastiktütenabfall nach dem Plastiktüten Verbot von 266 Tonnen auf 171 Tonnen gesunken war.

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